Continental ist von dem Konflikt im Nahen Osten auf der Absatzseite kaum betroffen, könnte aber durch verzögerte Lieferungen aus Asien sowie dem Risiko höherer Ölpreise stärker belastet werden. In der Region insgesamt erwirtschaftet der Konzern nur etwa 1 Prozent des gesamten Konzernumsatzes, so Finanzvorstand Roland Weltbacher. Wirtschaftlich spürbar könnte die Krise vor allem durch längere Zulieferwege aus Asien sowie dem Risiko steigender Energie- und Rohstoffkosten werden. "Sollten die Preise für Öl und Gas durch den Konflikt nachhaltig steigen, käme es zu einer zusätzlichen Kostenbelastung für das Unternehmen", so der Manager. Als kritischer Richtwert gelte ein Ölpreis, der für längere Zeit signifikant über 100 Dollar je Barrel liege. Dadurch würde sich beispielsweise der Preis von Ruß, Synthesekautschuk oder chemische Stoffe für die Reifenverarbeitung verteuern. Conti würde dann Gegenmaßnahmen einleiten, wie der Nutzung alternativer Lieferanten, noch strikterer Kostendisziplin oder Preisweitergaben an Kunden.

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March 04, 2026 05:43 ET (10:43 GMT)