Piazza Affari hat am späten Vormittag ihre Verluste ausgeglichen, gestützt durch Energiewerte, die die Schwäche des Bankensektors ausbalancieren.

Der Konflikt der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran, geprägt von heftigem Raketen- und Drohnenbeschuss in der gesamten Region, steht weiterhin im Fokus der globalen Märkte, die sich auf eine längere Auseinandersetzung einstellen.

Die Furcht vor einer durch steigende Energiepreise getriebenen Inflation dämpft die Risikobereitschaft, während Marktteilnehmer ihre Wetten auf eine straffere Geldpolitik der Zentralbanken verstärken.

Gegen 12:10 Uhr notiert der Ftse Mib unverändert bei einem Handelsvolumen von rund 1,1 Milliarden Euro. Auch die anderen europäischen Leitindizes konnten ihre anfänglichen Verluste wettmachen und bewegen sich nun um die Nulllinie.

Die wichtigsten Titel im Überblick:

** Die Banken, die besonders sensibel auf den Konjunkturzyklus reagieren, bremsen den Index aus, wenngleich sie ihre Verluste im Vergleich zum Handelsstart verringern konnten. Der Branchenindex sinkt um 1,2 %, wobei BANCO BPM, INTESA SANPAOLO und UNICREDIT jeweils rund ein Prozent nachgeben.

** Abverkäufe treffen auch PRYSMIAN mit einem Minus von 1,6 %, TELECOM ITALIA (-1,5 %) und CUCINELLI (-1,5 %).

** Auf der Gegenseite treiben Rohölpreise von über 100 Dollar pro Barrel die Ölwerte an: ENI steigt um 2,2 %, SAIPEM um 2,6 %.

** AVIO erholt sich um 4,5 % nach dem gestrigen Kurssturz. Der Markt bewertet die gestern veröffentlichte Prognose für 2026 als zu konservativ und setzt angesichts der jüngsten geopolitischen Entwicklungen auf eine stärkere Nachfrage.

** SAFILO verliert hingegen an Schwung, nachdem das Unternehmen gestern Abend für 2025 ein zweistelliges Wachstum bei Gewinn und EBITDA gemeldet hatte. Die Aktie, die gut gestartet war, gibt um 0,3 % nach.

** Die Schwäche von WEBUILD hält an: Nach einem Minus von 8,9 % am Vortag fällt der Kurs um weitere 4 %.

** Eher verhalten (-0,7 %) reagiert FERRETTI auf die Nachricht, dass der Verwaltungsrat den unabhängigen Aktionären empfohlen hat, das freiwillige Teilübernahmeangebot von Kkcg Maritime abzulehnen. Das Gremium stuft das Angebot als nicht fair und den Preis aus finanzieller Sicht als nicht angemessen ein.

(Sabina Suzzi, Redaktion Andrea Mandalà)