An der Börse in Tokio wurden nach dem Wahlsieg der Premierministerin Sanae Takaichi neue historische Höchststände erreicht.
Auf der Makroseite in den USA steht diese Woche zunächst der Arbeitsmarktbericht an, der für Mittwoch angesetzt ist – vergangene Woche erwartet, jedoch aufgrund eines kurzen Regierungsstillstands verschoben – und entscheidend sein wird, um die Solidität des US-Arbeitsmarkts nach den jüngsten Schwächesignalen zu bewerten. Schließlich werden am Freitag die Inflationsdaten mit den Zahlen zum Januar-CPI erwartet, die ebenfalls verschoben wurden.
Gegen 9:35 Uhr legt der Ftse Mib um 1,05% zu. Mailand ist heute der stärkste Markt in Europa, während der Stoxx 50 Index um 0,6% steigt.
UNICREDIT ist der Star des Index mit einem Sprung von 4,6% und neuen Höchstständen seit November 2009. Das Institut strebt an, seinen Gewinn 2026 auf etwa 11 Milliarden Euro zu steigern, nachdem 2025 bereits 10,6 Milliarden (+13,6% im Jahresvergleich) erreicht wurden – ein Ergebnis über den Erwartungen, gestützt durch Beteiligungen an anderen Instituten im Rahmen des Expansionsplans unter CEO Andrea Orcel. Laut Jpm liegt die Erwartung für 2026 über dem Marktkonsens von 10,6 Milliarden Gewinn „mit höheren Nettoerlösen und einer Verbesserung der Kosten“.
Der Branchenindex der Banken steigt um 2,4%. MPS legt um 1,6% zu, auch BPER ist mit einem Plus von 1,3% auf neue historische Höchststände bei 12,88 Euro stark.
STELLANTIS gelingt vorerst keine Erholung und bleibt nach dem Einbruch von 25% am Freitag stabil, der nach der Ankündigung von Belastungen in Höhe von rund 22,2 Milliarden Euro im Rahmen eines Plans zur Reduzierung der Ambitionen bei Elektrofahrzeugen erfolgte. Der Broker Jefferies hat das Kursziel von 13 auf 10 Euro gesenkt. Equita schreibt im Tagesbericht, dass „das Schlimmste an Nachrichten hinter uns liegt, aber der Free Cashflow bleibt das wichtigste Element, das genau beobachtet werden muss“.
Auf der Gegenseite springt STM um rund 5% nach oben, nachdem das Unternehmen die strategische Zusammenarbeit mit Amazon Web Services (AWS) ausgeweitet und eine mehrjährige kommerzielle Vereinbarung über „mehrere Milliarden“ Dollar für die Ermöglichung einer neuen Hochleistungs-Computing-Infrastruktur für Cloud und Rechenzentren für KI bekanntgegeben hat.
Impulse im Verteidigungssektor, mit LEONARDO und FINCANTIERI, die jeweils um mehr als 2,5% zulegen.
Auch TIM (+1,7%) entwickelt sich gut, steigt wieder über 60 Cent und erreicht mit 61 Cent neue Höchststände seit August 2018.
(Giancarlo Navach, Redaktion Sabina Suzzi)


















