Schwacher Auftakt für die Piazza Affari, wobei der Rückgang weniger drastisch ausfällt als es scheint, da der Blue-Chip-Index durch die Dividendenausschüttungen zahlreicher Titel belastet wird.

Gegen 9:30 Uhr notiert der FTSE Mib rund 1,2% im Minus, wobei der Dividenden-Effekt den Index mit etwa 0,77% belastet.

Die Grundstimmung in ganz Europa bleibt dennoch negativ. Die Anleger warten in einem nervösen Marktumfeld auf den Ausgang der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA, das von täglichen Statements der Beteiligten und der volatilen Lage in der Straße von Hormus geprägt ist.

Eine direkte Folge hiervon ist die Entwicklung der Rohölpreise, die heute zulegen und Energietitel wie ENI und SAIPEM stützen. Eni, das zudem eine neue Gasentdeckung vor der Küste Indonesiens bekannt gab, steigt um 2,9%. Der Öldienstleister Saipem, der mit Eni einen Vertrag über den Bau der neuen Bioraffinerie in Priolo unterzeichnet hat, gewinnt 2%.

Bankenwerte geben nach: INTESA SANPAOLO verliert 1,8%, UNICREDIT 1,2%. Deren CEO Andrea Orcel erläutert derzeit weitere Details seiner Strategie, um mehr Wert aus der Beteiligung an der Commerzbank zu generieren. MPS zeigt sich kaum verändert.

Gegen den Trend legt FERRAGAMO um 0,9% zu, bleibt jedoch hinter seinen anfänglichen Höchstständen zurück, nachdem Fabrizio Freda zum neuen Special Strategic Advisor für die Luxusmarke ernannt wurde.

Dividendenabschläge verzeichnen heute Banca Mediolanum, Banco BPM, Campari, Ferrari, Iveco, Mediobanca, Prysmian und Unicredit sowie außerhalb des FTSE Mib die Titel von Anima und Maire.

(Claudia Cristoferi, Redaktion Stefano Bernabei)