Die Erklärungen aus Teheran und Tel Aviv über die Aussetzung gegenseitiger Angriffe begünstigten eine Erholung an den asiatischen Märkten und drückten die Ölpreise, hatten jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf die europäischen Indizes, die weiterhin eine abwartende Haltung einnehmen.
In Mailand zieht der Bankensektor jedoch die gesamte Aufmerksamkeit auf sich, nachdem Intesa Sanpaolo gestern den Markt mit einem Übernahmeangebot in Höhe von 30,6 Milliarden Euro für Mps unter Beteiligung von Unipol aufgeschreckt hat - ein Schritt, der auch Auswirkungen auf Bper und Generali haben wird.
Gegen 9:40 Uhr steigt der FTSE Mib um 1%.
Nach dem Kurssprung von fast 13% am Vortag bleibt Mps im Plus (+1%), während das Duo Bper-Unipol die Gewinnerliste anführt.
BPER rückt um rund 4% vor, zusätzlich gestützt durch die Hochstufung von Kepler Cheuvreux auf 'buy' mit einem auf 13,8 Euro angehobenen Kursziel. Begründet wird dies mit dem Potenzial zur Wertschöpfung durch eine mögliche Erweiterung des von Mps übernommenen Portfolios. UNIPOL führt den FTSE Mib mit einem Plus von 4,6% an.
INTESA SANPAOLO, die gestern aufgrund der Auswirkungen der Transaktion mit einem Minus von rund 1,4% geschlossen hatte, macht mit einem Plus von 1,5% Boden gut, während der Rivale im Poker um Siena, BANCO BPM, um 2% zulegt.
Im übrigen Finanzsektor stehen abseits der Sonderfaktoren AZIMUT (+2,2%) nach den Daten zum Mittelzufluss im Mai im Rampenlicht.
Schwächer präsentieren sich hingegen die Energietitel im Sog der sinkenden Rohölpreise, mit Ausnahme von ITALGAS, die nach einer Hochstufung auf 'buy' durch Citigroup um 2,35% zulegen.
(Andrea Mandalà, Redaktion Gianluca Semeraro)

















