Piazza Affari tendiert am späten Vormittag schwächer und folgt damit dem Trend der übrigen europäischen Märkte, die von einer höchst ungewissen geopolitischen Lage und einer Flut von Quartalszahlen geprägt sind.

Hinzu kommt die Erwartungshaltung im Vorfeld der Sitzungen der US-Notenbank heute Abend und der EZB morgen, auch wenn bei den Leitzinsen keine Veränderungen erwartet werden.

Die Futures auf die US-Indizes zeigen sich kaum bewegt.

Gegen 12:00 Uhr notiert der Ftse Mib mit einem Minus von 0,6 %, belastet vor allem durch Banken- und Industrietitel, während der Energiesektor dank des erneuten Anstiegs der Rohölpreise Widerstand leistet. Das Handelsvolumen bleibt mit unter 900 Millionen Euro bescheiden, was die Verunsicherung der Anleger widerspiegelt.

Zu den Einzelwerten im Fokus:

** NEXI rückt ins Rampenlicht und stieg um bis zu 7,5 %, nachdem Gerüchte über ein erneutes Interesse von Cvc laut wurden. Der Finanzinvestor erwägt angeblich ein Gebot von 9 Milliarden Euro für den italienischen Zahlungsdienstleister, wenngleich Analysten auf die Hürden einer möglichen Transaktion hinweisen. Die Aktie gab später einen Teil der Gewinne wieder ab (aktuell +3,7 %), nachdem Kreise gegenüber Reuters erklärten, dass Cdp nicht beabsichtige, sich von Nexi zu trennen.

** Am anderen Ende der Skala verzeichnet FERRAGAMO einen kräftigen Rückgang (-7 % auf 7,11 Euro), nachdem Jefferies die Beobachtung des Titels mit 'Underperform' und einem Kursziel von 5,5 Euro aufgenommen hat. Kursverluste von rund 2 % verzeichnen zudem MONCLER und CUCINELLI.

** STM präsentiert sich fest (+3,3 %) im Einklang mit europäischen Chipwerten wie Infineon.

** Versorger tendieren durchweg schwach, während der Ölsektor parallel zu den Rohölpreisen zulegt.

** MAIRE steigt nach der Veröffentlichung der aktuellen Bilanzzahlen um rund 5 %.

(Claudia Cristoferi, Redaktion Cristina Carlevaro)