DOW JONES--Die US-Börsen starten mit kleinen Verlusten in die neue Handelswoche, nachdem am Wochenende die Verhandlungen über eine Beilegung des Iran-Konflikts ergebnislos abgebrochen wurden. US-Präsident Donald Trump kündigte daraufhin an, dass die USA die Straße von Hormus blockieren würden. Der in der vergangenen Woche vereinbarte Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gilt derweil noch, was den Verkaufsdruck am Aktienmarkt lindert. Anleger setzten weiter darauf, dass die Kriegsparteien an den Verhandlungstisch zurückkehrten, heißt es aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index sinkt um 0,8 Prozent auf 47.530 Punkte. Der S&P-500 fällt um 0,4 Prozent. Der Nasdaq-Composite verliert 0,4 Prozent. Die Ölpreise ziehen derweil kräftig an und überwinden wieder die Marke von 100 US-Dollar. Das Barrel Brentöl kostet mit 101,87 Dollar aktuell 7 Prozent mehr.

Nach dem Optimismus, den die Waffenruhe in der vergangenen Woche hervorgerufen habe, sei die Stimmung nun wieder umgeschlagen, kommentiert die Deutsche Bank. Der Wiederanstieg der Ölpreise habe Stagflationsängste wiederaufleben lassen, worauf Aktien- und Anleihekurse weltweit unter Druck geraten seien. Auch die Kurse der US-Anleihen geben mit Inflationssorgen nach. Im Gegenzug steigt die Zehnjahresrendite um 1 Basispunkt auf 4,32 Prozent. Der Dollar verbucht als Fluchtwährung in Krisenzeiten wieder etwas Zulauf. Der Dollarindex steigt um 0,3 Prozent. Der festere Dollar und die höheren Marktzinsen lasten unterdessen auf dem Goldpreis. Die Feinunze ermäßigt sich um 0,4 Prozent auf 4.729 Dollar.

Am Dienstag dürften die Erzeugerpreise aus dem März Aufschluss darüber geben, inwieweit die stark gestiegenen Ölpreise die Inflation nach oben getrieben haben. Die am Freitag vergangener Woche veröffentlichten Verbraucherpreise hatten von einem stärkeren Preisauftrieb gezeugt, waren in der Gesamtrate aber im erwarteten Rahmen gestiegen. In der Kernrate war der Anstieg etwas geringer als angenommen ausgefallen. Am Montag werden konjunkturseitig nur die Verkäufe bestehender Häuser aus dem März veröffentlicht.

Die US-Notenbank dürfte über die gestiegene Inflation fürs erste hinwegsehen und die Zinsen in den kommenden Monaten auf dem aktuellen Niveau halten, erwartet die Commerzbank. Letztlich dürfte der geldpolitische Kurs aber davon abhängen, wie lange der Energiepreisschock andauere und wie rasch sich die Inflation wieder auf einem "normalen" Niveau einpendele.

Unter den einzelnen Sektoren an der Börse dürfte das Segment Reise und Touristik wegen der gestiegenen Ölpreise unter Druck stehen. Unter anderem verlieren die Aktien der Kreuzfahrtreederei Carnival 3,3 Prozent. Die Aktien der Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines fallen um 3,1 bzw 3 Prozent. Nutznießer des Ölpreisanstiegs sind die Aktien der Branchenunternehmen wie Exxon Mobil (+1,1%), Occidental Petroleum (+1,6%) oder Diamondback Energy (+2%).

Derweil nimmt die Bilanzsaison Fahrt auf mit Geschäftszahlen der Großbank Goldman Sachs. Diese hat im ersten Quartal mehr eingenommen und verdient als erwartet, gleichwohl gibt die Aktie um 3,7 Prozent nach. Im Investmentbanking und im Aktienhandel verbuchte Goldman zwar kräftige Zuwächse, doch sanken die Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen und Devisen. Auch hätten einige Anleger insgesamt offenbar mehr erwartet, heißt es aus dem Handel. In den kommenden Tagen werden weitere bedeutende US-Unternehmen, darunter die großen Banken des Landes, über den Verlauf des ersten Quartals berichten.


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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA           47.529,98   -0,8    -386,59       47.916,57 
S&P-500         6.791,78   -0,4     -25,11        6.816,89 
NASDAQ Comp    22.817,25   -0,4     -85,64       22.902,89 
NASDAQ 100     25.023,57   -0,4     -92,77       25.116,34 
 
US-Treasuries    Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre             3,80  +0,00       3,85            3,80 
5 Jahre             3,94  +0,01       3,99            3,94 
10 Jahre            4,32  +0,01       4,36            4,32 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Do, 18:47 Uhr 
EUR/USD           1,1698   -0,2    -0,0021          1,1719         1,1709 
EUR/JPY           186,89   +0,1     0,1700          186,72       185,8600 
EUR/CHF           0,9236   -0,2    -0,0014          0,9250         0,9232 
EUR/GBP           0,8698   -0,1    -0,0010          0,8708         0,8707 
USD/JPY           159,75   +0,3     0,4600          159,29       158,7400 
GBP/USD           1,3445   -0,1    -0,0013          1,3458         1,3445 
USD/CNY           6,8311   +0,1     0,0033          6,8278         6,8314 
USD/CNH           6,8296   +0,1     0,0043          6,8253         6,8280 
AUS/USD           0,7043   -0,2    -0,0017           0,706         0,7085 
Bitcoin/USD    71.068,52   -0,4    -288,93       71.357,45      71.854,26 
 
ROHOEL           zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex         103,29   +7,0       6,72           96,57 
Brent/ICE         101,87   +7,0       6,67           95,20 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            4.729,40   -0,4     -18,09        4.747,49 
Silber             74,11   -2,3      -1,77           75,88 
Platin          2.014,94   -1,5     -30,21        2.045,15 
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April 13, 2026 09:47 ET (13:47 GMT)