Nach zwei Jahren rückläufiger Entwicklung verzeichnet der weltweite Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) eine deutliche Belebung. Zwischen Januar und Juli 2025 summierte sich das Transaktionsvolumen auf 2.600 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 28 % im Vergleich zum Vorjahr, so die Analyse des Beratungsunternehmens Dealogic. Der Aufschwung ist weniger auf die Anzahl der Transaktionen (–16 %) als vielmehr auf die Rückkehr der Megadeals zurückzuführen – vor allem in den Vereinigten Staaten. Besonders hervorzuheben sind das 85 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot von Union Pacific für Norfolk Southern sowie eine 40-Milliarden-Finanzierungsrunde von Softbank zugunsten von OpenAI.
Die Investmentbanken atmen auf
Nach einem verhaltenen Jahresbeginn, der noch stark von geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten im internationalen Handel geprägt war, hat sich das Klima spürbar verbessert. Die Verwaltungsräte zeigen sich wieder entscheidungsfreudiger, und aus Washington kommen deutlichere Signale in Sachen Wettbewerbsrecht. Die großen Konzerne treiben ihre Reorganisationen voran, um sich in der digitalen Transformation besser zu positionieren.
Künstliche Intelligenz als sektoraler Gamechanger
Während früher der Gesundheitssektor im Zentrum der M&A-Aktivität stand, führen inzwischen Technologie und Elektronik die Transaktionswelle an. Die Künstliche Intelligenz erweist sich als zentraler Investitionstreiber – insbesondere in den Bereichen Rechenzentren und Cybersicherheit. So übernahm Samsung den deutschen Klimatechnikspezialisten FläktGroup für 1,7 Milliarden US-Dollar. Palo Alto Networks aus den USA zahlte 25 Milliarden Dollar für die israelische CyberArk – vor dem Hintergrund zunehmender Sicherheitsbedrohungen.
Globaler Trend – mit US-Dominanz
Trotz der weltweiten Dynamik bleibt der US-Markt tonangebend: Über die Hälfte aller Fusionen und Übernahmen in diesem Jahr entfällt auf die Vereinigten Staaten. Auch das Private-Equity-Geschäft, das seit 2022 in der Defensive war, meldet sich eindrucksvoll zurück. So plant Sycamore Partners, Walgreens für 10 Milliarden Dollar von der Börse zu nehmen, während KKR die britische Spectris übernehmen dürfte. In der Region Asien-Pazifik hat sich das Transaktionsvolumen gegenüber 2024 verdoppelt – und übertrifft nun erstmals den EMEA-Raum.
Die größten Transaktionen des Jahres 2025
(Auswahl von MarketScreener mit Bloomberg: Berücksichtigt wurden abgeschlossene oder laufende Transaktionen mit Beteiligung mindestens eines börsennotierten Unternehmens):
|

















