Der weltweit führende Luxuskonzern LVMH und Mitbegründer Robert Miller veräußern die DFS-Geschäfte in Hongkong und Macao sowie die zugehörigen immateriellen Vermögenswerte in Großchina an China Tourism Group Duty Free (CTG Duty-Free). Zur Erinnerung: DFS (Duty Free Shoppers) ist eine internationale Gruppe, die sich auf den Einzelhandel mit Luxusgütern für Reisende spezialisiert hat.

Diese vollständig in bar abgewickelte Transaktion sieht vor, dass die Verkäufer einen Teil der Erlöse in eine Kapitalerhöhung von CTG Duty-Free durch H-Aktien (Aktien von Festlandchinesischen Unternehmen, die in Hongkong notiert sind) reinvestieren.

Parallel dazu definiert ein Memorandum of Understanding eine strategische Zusammenarbeit zur Förderung der LVMH-Marken und des "China-chic"-Konzepts auf internationaler Ebene. "Diese Transaktion unterstreicht unser Vertrauen in das langfristige Potenzial des chinesischen Marktes", kommentierte Michael Schriver, Präsident von LVMH für Nordasien.

Der Abschluss der Transaktion wird innerhalb von zwei Monaten erwartet.

In der Zwischenzeit verliert die LVMH-Aktie in Paris rund 4,8 % und wird zum Kollateralschaden der Trump‘schen Wut: Am Wochenende hat das Weiße Haus erneut mit der Androhung von Zöllen gegenüber der EU gedroht, diesmal im Rahmen des Streits mit den 27 Mitgliedstaaten über die Grönland-Frage.