Luxussektor belastet Pariser Börse
Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Mittwoch im Zuge der laufenden Berichtssaison uneinheitlich, wobei insbesondere der Luxussektor unter Druck steht. Der CAC 40 gibt um 0,70% auf 8.267 Punkte nach, während der Euro Stoxx 50 um 0,25% auf 5.969 Zähler sinkt. In London (+0,01%) ist die Tendenz derweil leicht freundlicher.
Veröffentlicht am 15.04.2026 um 10:29
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In diesem Umfeld setzen die Ölpreise ihren Rückzug fort: Brent verbilligt sich um 0,29% auf 94,88 USD und WTI um 0,65% auf 90,80 USD.
Vor Ort zielten israelische Angriffe am Mittwoch auf den Süden Beiruts, während die Hisbollah rund dreißig Raketen in Richtung Nordisrael abfeuerte. Dieser Schlagabtausch erfolgt einen Tag nach der Ankündigung des Libanon und Israels, direkte Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden aufzunehmen. Die Botschafter beider Länder in Washington trafen sich gestern an der Seite von US-Außenminister Marco Rubio, was die ersten direkten Gespräche seit 1991 markiert. Der jüdische Staat lehnte jedoch jegliche Beteiligung Frankreichs an den Verhandlungen ab.
Stellantis im Rampenlicht
Der Leitindex des Pariser Finanzplatzes wird durch den deutlichen Rückgang der Luxuswerte belastet. Hermès (-11%) veröffentlichte Quartalsumsätze unter den Erwartungen, beeinträchtigt durch die Spannungen im Nahen Osten, die auf der Nachfrage und dem Tourismus lasteten. Der Konkurrent Kering (-9%), der gestern Abend Zahlen vorlegte, tendiert ebenfalls schwächer. LVMH gibt seinerseits um 1% nach.
Im Gegensatz dazu setzt sich Stellantis (+3,20%) an die Spitze des CAC 40, nachdem der Konzern für das erste Quartal einen Anstieg seiner weltweiten Auslieferungen um 12% auf rund 1,4 Millionen Fahrzeuge gemeldet hat.
Andernorts in Europa hob ASML (+1,15%) seine Umsatzprognosen für 2026 an, gestützt durch die Nachfrage nach Ausrüstungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Auf makroökonomischer Ebene stiegen die Verbraucherpreise in Frankreich im März 2026 laut Insee um 1,7% auf Jahresbasis, nach 0,9% im Februar, womit die vorläufige Schätzung bestätigt wurde. Das Institut hob hingegen seine Schätzung für die monatliche Rate um 0,1 Punkte auf 1% an.
Die Anleger warten nun auf die Veröffentlichung der Industrieproduktion in der Eurozone um 11:00 Uhr.
Am Devisenmarkt gibt der Euro um 0,07% auf 1,1790 USD nach.



















