Der Lufthansa-Konzern meldete für 2025 einen konsolidierten Nettogewinn von 1,3 Milliarden Euro (Konsens: 1,4 Mrd. EUR), nach 1,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung sei auf Bewertungseffekte im Zusammenhang mit steuerlichen Verlustvorträgen zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit.

Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) erreichte 2 Milliarden Euro (Konsens: 1,9 Mrd. EUR), nach 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2024, während sich die operative Marge auf 4,9 % verbesserte, nach 4,4 % im Vorjahr.

Der Umsatz belief sich auf 39,6 Milliarden Euro, ein Anstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr und zugleich ein Rekordwert, der insgesamt weitgehend im Rahmen der Konsensschätzungen lag. Die Fluggesellschaften des Konzerns transportierten 135 Millionen Passagiere, 3 % mehr als im Vorjahr, bei einer Auslastung von 83,2 %.

Im Passagiergeschäft stiegen die Erlöse um 3 % auf 30,1 Milliarden Euro.

Nach Sparten betrachtet erzielte Lufthansa Cargo ein operatives Ergebnis von 324 Millionen Euro, nach 251 Millionen Euro ein Jahr zuvor, was einem Anstieg von nahezu 30 % entspricht, während Lufthansa Technik 603 Millionen Euro erwirtschaftete, nach 607 Millionen Euro im Jahr 2024.

Auch die Cashflow-Generierung verbesserte sich: Der bereinigte Free Cash Flow lag bei 1,2 Milliarden Euro, nach 840 Millionen Euro im Vorjahr.

Darüber hinaus wird der Konzern der Hauptversammlung am 12. Mai 2026 eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie vorschlagen, ein Anstieg von 10 % gegenüber dem Vorjahr, was einer Ausschüttungsquote von rund 30 % des konsolidierten Nettogewinns entspricht.

„Wir haben unser operatives Ergebnis deutlich gesteigert und den höchsten Umsatz in unserer Unternehmensgeschichte erzielt“, erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. „Diese Ergebnisse zeigen die Widerstandsfähigkeit und Stärke unseres Konzerns.“

Für 2026 rechnet Lufthansa mit einem weiteren Umsatzanstieg sowie einer deutlichen Verbesserung des Adjusted EBIT, getragen von der Modernisierung der Flotte und der Fortsetzung des Transformationsprogramms.

Der Konzern weist jedoch darauf hin, dass die geopolitische Lage im Nahen Osten die Unsicherheit über die weiteren Perspektiven erhöht.

Yi Zhong, Analystin bei AlphaValue, spricht von Ergebnissen, die „insgesamt leicht über den Erwartungen“ liegen, fügt jedoch hinzu, dass die Qualität der Gewinne „nur bedingt überzeugend“ sei.

Sie ergänzt, dass die „vagen“ Kommentare der Fluggesellschaft zur Krise im Nahen Osten dem Aktienkurs nur begrenzte nachhaltige Unterstützung bieten dürften, auch wenn sie kurzfristig weiterhin mit einer positiven Marktreaktion rechnet. „Wir erwarten leichte Aufwärtsrevisionen beim Konsens und bei unseren Prognosen“, so ihr Fazit.

Bei der Commerzbank begrüßt man eine Veröffentlichung, die leicht über den Erwartungen liegt, sowie insgesamt positive Perspektiven. Der Analyst weist jedoch darauf hin, dass die geopolitische Lage und die Ölpreise den Aktienkurs kurzfristig belasten könnten.

RBC bleibt schließlich neutral für den Wert und bestätigt sein Kursziel von 7,5 Euro. Analyst Ruairi Cullinane hebt hervor, dass die Ergebnisse des vierten Quartals die Erwartungen übertroffen haben, mit einem bereinigten EBIT von 480 Millionen Euro gegenüber einem Konsens von 461 Millionen Euro, getragen insbesondere von den Bereichen Passenger Airlines und MRO.

Die Studie betont außerdem, dass der Konzern für 2026 eine deutliche Ergebnisverbesserung erwartet, mit einem prognostizierten Adjusted EBIT von rund 2,3 Milliarden Euro, und bezeichnet die Bewertung als „nicht anspruchsvoll“. Die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen sowie die Flottenmodernisierung dürften eine schrittweise Verbesserung der operativen Performance unterstützen.