Airbus: Auslieferungen unter Beobachtung
UBS behält ihre Kaufempfehlung ("Buy") für die Aktie des europäischen Flugzeugbauers bei, passt jedoch das Kursziel von 215 auf 210 EUR an. Der Broker begründet diese Revision mit einer Senkung seiner Prognosen für den Gewinn je Aktie (EPS) für den Zeitraum 2026-2028 infolge eines ersten Quartals, das als "deutlich schwächer als erwartet" eingestuft wird. Der Analyst senkte insbesondere seine Schätzung für die Auslieferungen im Jahr 2026 von 870 auf 850 Einheiten, was auf anhaltende Schwierigkeiten bei der Lösung eines Paneel-Problems zurückzuführen ist.
Das Analysehaus unterstreicht zudem ein "Abwärtsrisiko" für die Ergebnisse des ersten Quartals mit einem bereinigten operativen Ergebnis (EBIT), das auf lediglich 64 Millionen Euro geschätzt wird - weit entfernt vom Konsens von 950 Millionen Euro. In der Studie wird darauf hingewiesen, dass diese Underperformance durch eine hohe Kostenbasis aufgrund von Investitionen im Vorgriff auf den Produktionshochlauf zu erklären ist.
Die Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn einen Rückgang von rund 13%.

Safran: Guidance als vorsichtig eingestuft
Die Einstufung bleibt auf "Neutral", wobei das Kursziel von 340 auf 335 EUR gesenkt wurde. Der Broker erwartet kurzfristig keine nennenswerten Katalysatoren und geht davon aus, dass das erste Quartal nicht zu einer Revision des Ausblicks führen dürfte.
Trotz der hohen geopolitischen Unsicherheiten nimmt UBS nur "sehr bescheidene Kürzungen" an ihren mittelfristigen Schätzungen für die Sparte Propulsion vor, nachdem bereits im März Anpassungen erfolgt waren. Laut dem Analysten dürfte Safran seine Prognosen für 2026 nicht ändern, da die ursprünglichen Ziele bereits als "konservativ" wahrgenommen werden. Der Broker antizipiert ein solides Wachstum von 20% bei Ersatzteilen im ersten Quartal, das primär durch Preise und den Arbeitsumfang ("Workscope") statt durch Flugstunden getrieben wird.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als 6% zugelegt.

Thales: Ein Katalysator namens "Verteidigung"
UBS bekräftigt ihre Kaufempfehlung und hebt das Kursziel von 380 auf 390 EUR an. Der Konzern könnte von einer positiven Überraschung beim Auftragseingang in der Sparte Defense & Security profitieren, getragen durch Kunden aus dem Nahen Osten. Der Broker hebt ein signifikantes Aufwärtspotenzial hervor, mit einer erwarteten hohen Gesamtrendite aus Kurssteigerung und Dividende.
UBS fügt hinzu, dass die Visibilität dank eines robusten Auftragsbestands hoch bleibt, was insbesondere durch mehrere kürzlich abgeschlossene Verträge in den Bereichen Verteidigung und Raumfahrt verdeutlicht wird.
Zudem ist daran zu erinnern, dass das Unternehmen in der ersten Reihe steht, um von einem potenziell erweiterten französischen Verteidigungshaushalt zu profitieren.
Die Aktie verzeichnete seit Jahresbeginn ein Plus von etwa 13%.

Rolls-Royce: Keine größeren Überraschungen in Sicht
UBS bleibt bei "Buy" für Rolls-Royce, reduziert jedoch das Kursziel leicht von 15,50 auf 15 GBP. Der Broker erwartet kurzfristig keinen Katalysator und geht davon aus, dass die Veröffentlichung zum ersten Quartal vor allem die Jahresziele ohne größere Überraschungen bestätigen dürfte.
Die Studie betont eine weiterhin solide Dynamik im Triebwerks-Aftermarket, trotz eines leicht rückläufig erwarteten Niveaus bei den Flugstunden (EFH) aufgrund von Störungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten. Das Analysehaus präzisiert abschließend, dass die Senkung des Kursziels primär einen Bewertungseffekt widerspiegelt, der mit der Kontraktion der Branchenmultiplikatoren zusammenhängt, und keine fundamentale Verschlechterung der Aussichten darstellt.
Die Aktie kletterte seit Jahresbeginn um mehr als 11%.

BAE Systems: Verteidigungselektronik überzeugt
UBS hebt das Kursziel von 26 auf 26,50 GBP an und bleibt bei "Buy". Der Analyst erwartet ein Trading Update für das erste Quartal im Mai, das im Rahmen der Erwartungen liegen dürfte, und betont, dass der Konzern seinen Ausblick für 2026 "bekräftigen sollte". Das Analysehaus positioniert sich zudem am oberen Ende der Umsatzwachstumsprognose (7-9%) und über dem Konsens für das operative Ergebnis und den Gewinn je Aktie. Die Anhebung des Kursziels wird durch eine Aufwärtsrevision der Auftragsschätzungen für 2026 um 3% begründet, getragen durch die Sparten "Electronic Systems" und "Air". In der Studie heißt es, dass "erhöhte Unsicherheit eine hohe Nachfrage bedeutet", und es wird auf ein zusätzliches Wachstumspotenzial aufgrund des geopolitischen Kontextes im Nahen Osten hingewiesen.
Die Aktie legte seit dem 1. Januar um fast 28% zu.

Leonardo: Unsicherheit in der Führungsfrage
Die Einstufung bleibt auf "Neutral", obwohl das Kursziel von 60 auf 64 EUR steigt. Der Broker begründet diese Anhebung mit einer Reihe von Aktualisierungen seines Finanzmodells, in das insbesondere die im März kommunizierten neuen Ziele des Industrieplans 2026-2030 eingeflossen sind. Der Analyst hat daraufhin seine Schätzungen für den Gewinn je Aktie (EPS) für 2030 um 9% und für den operativen freien Cashflow (FOCF) um 15% nach oben korrigiert.
Das Analysehaus betont jedoch, dass eine "Unsicherheit das Quartal überschattet", nämlich die mögliche Ablösung des CEO Roberto Cingolani bei der nächsten Hauptversammlung. Dieser potenzielle Abgang wirft Fragen hinsichtlich der Beständigkeit der aktuellen Strategie auf, insbesondere in Bezug auf das Ausführungsprojekt Michelangelo und die Aktionärsvergütung.
Die Aktie des Unternehmens hat seit Jahresbeginn fast 14% gewonnen.

Saab: Optimismus ist angesagt
UBS behält ihre Kaufempfehlung bei und erhöht das Kursziel von 760 auf 780 SEK. Der Analyst liegt beim operativen Ergebnis (EBIT) des Konzerns 5% über dem Konsens, dank optimistischerer Umsatzprognosen für die Sparten "Dynamics" und "Surveillance".
Die Anhebung des Kursziels resultiert zudem aus einer Aktualisierung des Finanzmodells, die Währungseffekte und die Entwicklung der Branchenbewertungen berücksichtigt. Das Analysehaus prognostiziert für das Quartal einen Cash-Verbrauch von 498 MSEK, ein Niveau, das dem des Vorjahres entspricht. Darüber hinaus erwartet UBS für das Quartal einen rückläufigen Auftragseingang, da für diesen Zeitraum keine identifizierten Großaufträge vorliegen.
Die Aktie notiert seit Beginn des Geschäftsjahres 12% im Plus.

MTU Aero Engines: Belastung durch sinkende Margen
Die Einstufung "Neutral" wurde von UBS bestätigt, bei einem von 400 auf 350 EUR gesenkten Kursziel. Diese Revision erklärt sich durch niedrigere Margenprognosen für das Erstausrüstungsgeschäft (OEM) bis 2030 sowie durch die erwartete Normalisierung der Ausnahmesituation bei den GTF-Triebwerken (Flugverbote und Preise für Ersatztriebwerke). Der Analyst prognostiziert nun einen linearen Rückgang der operativen Marge (EBIT) auf 27% bis 2030, ein Niveau unterhalb der vom Konzern kommunizierten Zielspanne von 28-30%. Die Studie hebt zudem hervor, dass sich die zyklischen Aftermarket-Triebwerke im Laufe des Jahrzehnts normalisieren dürften, ein Phänomen, das "durch hohe Treibstoffpreise verschärft wird".
Die Aktie fällt seit Jahresbeginn um 7%.

Theon International: Auf dem Weg zu Gewinnwachstum
UBS bestätigt ihre Kaufempfehlung für den Titel und hebt das Kursziel von 40 auf 45 EUR an. Das Analysehaus begründet diese Anhebung mit einer Aktualisierung seines Finanzmodells, die eine Erhöhung seiner EPS-Schätzung für 2030 um 6% nach den Jahresergebnissen und der "jüngsten Marktstärke" beinhaltet. Der Analyst prognostiziert nun ein EPS von 1,53 EUR für 2026, gegenüber zuvor 1,49 EUR.
Trotz der Erwartung einer "saisonal schwachen" Rentabilität im ersten Quartal aufgrund eines ungünstigen Produktmixes antizipiert der Broker positive Kommentare, die das Erreichen des oberen Endes der Umsatzziele (570-600 MEUR) bestätigen. Das Analysehaus setzt auf ein Umsatzwachstum von 36% im Jahresvergleich für das Quartal, getragen durch die üblichen saisonalen Effekte.
Die Aktie gewinnt seit Jahresbeginn mehr als 20%.