Der Blue-Chip-Index FTSE 100 stieg um 1,1 % auf 10.341,56 Punkte und verzeichnete damit die dritte Sitzung in Folge Gewinne. Der auf den Binnenmarkt ausgerichtete Mid-Cap-Index FTSE 250 legte um 0,7 % zu und machte einen Teil der Verluste der vergangenen Woche wett.
Der Index der Edelmetallminenbetreiber fiel um 1,8 % und schloss auf einem Zweiwochentief. Zu den größten Verlierern im Leitindex zählten Endeavour Mining und Fresnillo, die um nahezu 2,6 % bzw. 0,9 % nachgaben.
Der Ausverkauf begann, nachdem US-Präsident Donald Trump am Freitag Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank nominiert hatte, was eine Welle von Auflösungen gehebelter Positionen auslöste.
Die Unsicherheit an den Märkten führte dazu, dass Anleger auf defensive Titel setzten, die in wirtschaftlichen Abschwüngen typischerweise besser abschneiden. Der Gesundheitssektor gewann 2,6 % hinzu, beflügelt von einem Anstieg von AstraZeneca um 3,2 %.
Auch Banken erreichten mit einem Zuwachs von 2 % den höchsten Stand seit 2008. Barclays und die NatWest Group stiegen jeweils um rund 2,7 %.
Ipek Ozkardeskaya, Senior Analystin bei Swissquote Bank, sagte, dass das Rekordhoch des FTSE 100 die verbesserte globale Risikostimmung widerspiegele, die den breiteren Ausverkauf bei Rohstoffen überwogen habe und einen Rebound an der Wall Street und bei europäischen Aktien unterstützte.
Anzeichen für eine Entspannung der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran lösten zudem einen Rückgang der Ölpreise aus, wodurch Energiewerte um 0,4 % nachgaben. Shell und BP verloren jeweils 0,5 % bzw. 0,4 %.
Im Mittelpunkt steht diese Woche die geldpolitische Sitzung der Bank of England am Donnerstag, bei der die Zinsen voraussichtlich bei 3,75 % bleiben werden. Es wird erwartet, dass die Notenbank wenig Klarheit über den Zeitpunkt weiterer Zinssenkungen gibt, da sie auf deutlichere Inflationstrends wartet.
Die jüngste Umfrage zeigte, dass britische Unternehmen in diesem Jahr am ehesten planen, die Löhne um 3 % bis 3,49 % zu erhöhen – etwas mehr, als es einigen Mitgliedern der Bank of England recht ist, die versuchen, die Inflation auf das Zielniveau zurückzuführen.

















