Südkoreas LG Chem Ltd gab am Freitag bekannt, dass das Unternehmen beabsichtigt, seinen Anteil an der Tochtergesellschaft LG Energy Solution von etwa 80 % auf rund 70 % zu reduzieren. Ziel dieser Maßnahme ist es, die langfristige Finanzierung zu verbessern und die Rendite für die Aktionäre zu erhöhen, wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht.

Die Aktien von LG Chem fielen im Handel in Seoul um 2,9 %, während der Kurs von LG Energy Solution um 6 % einbrach.

LG Chem bekräftigte das bisherige Ziel, den Aktionären künftig eine Dividendenausschüttung von 30 % zu bieten, sobald das Unternehmen eine Eigenkapitalrendite von mindestens 10 % erreicht.

Präsident Lee Jae Myung drängt börsennotierte Unternehmen dazu, das sogenannte ,,Korea Discount" zu überwinden. Dieser Begriff bezeichnet die Tendenz, dass südkoreanische Unternehmen im Vergleich zu ihren globalen Wettbewerbern niedriger bewertet werden. Gründe hierfür sind unter anderem geringe Dividendenausschüttungen und die Dominanz intransparenter Konglomerate, die als Chaebols bekannt sind.

Im Oktober sah sich LG Chem zudem mit Forderungen des in London ansässigen Hedgefonds Palliser Capital konfrontiert, der einen starken Abschlag bei der Aktienbewertung sowie ,,einen Mangel an Vertrauen" in die Unternehmensführung und eine unzureichende Kapitalallokation kritisierte.