DOW JONES--Etwas erholt werden Europas Börsen am Freitag nach dem Abverkauf vom Donnerstagnachmittag erwartet. Die DAX-Terminkontrakte deuten darauf, dass sich der DAX über der 24.900er-Marke stabilisiert. Wichtigster Tagestermin sind die US-Verbraucherpreise, die Auskunft über die künftige Fed-Zinspolitik geben könnten. Der Euro notiert kaum verändert bei 1,1860 zum Dollar, Anleihen behaupten die Gewinne vom Vortag.
Die Börsen werden weiter dominiert vom "AI scare trade", also der Sorge, inwieweit die rasanten Fortschritte bei KI-Agenten die bisherigen und traditionellen Geschäftsmodelle untergraben könnten. In den USA waren Technologiewerte am Vorabend auf breiter Front eingebrochen: Apple um 5 Prozent, Amazon, Meta und Tesla um bis 2,8 Prozent und Broadcom um 3,4 Prozent.
Laut Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank fürchten Anleger, dass Künstliche Intelligenz bestehende Softwarelösungen ersetzen wird. Vor allem das bisherige Preismodell der Lizenzen pro Nutzer komme an seine Grenzen. Erledige eine KI die Arbeit von fünf Mitarbeitern, zahle der Kunde dennoch nur eine Lizenz. Der Wert steige, der Preis nicht - das erhöhe den Margendruck in einem Sektor, der bisher für planbares Wachstum und hohe Profitabilität gestanden habe.
Gespannt wartet der Markt nun auf die US-Verbraucherpreise per Januar. Sie sollten mit plus 2,5 Prozent gegen Vorjahr dem Fed-Ziel von 2 Prozent etwas näher kommen. Allerdings hatten schon starke US-Arbeitsmarktdaten am Mittwoch die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen bereits gedämpft; höhere Inflationsdaten dürften den Markt massiv belasten.
Minenwerte unter Druck erwartet - Safran liefert
Jenseits der Technologiewerte brachen auch Öl- und Minen-nahe Aktien in den USA ein: Der Dow Jones Precious Metals Index fiel um 7 Prozent, der Abverkauf bei Unternehmen aus Exploration, Förderung und Verarbeitung von Edelmetallen hält auch in Asien an. Der Sektor der Minenwerte in Europa dürfte am Freitag darunter leiden.
Gut kommen die Jahreszahlen und der erhöhte Ausblick von Safran im Handel an. Bei dem französischen Luftfahrt- und Rüstungshersteller lief das vergangene Jahr so rund, dass der Ausblick bis 2028 erhöhte wurde. "Die Gewinnerwartung bis dahin um nochmals 16 Prozent gegenüber der alten Prognose zu erhöhen, ist schon beeindruckend", sagt ein Händler. Auch von Eutelsat kommen gute Quartalsdaten, dazu ist die Finanzierung ihres geplanten Satellitennetzwerkes gesichert. Dies könnte auch andere Branchenwerte wie die deutsche OHB treiben, heißt es im Handel.
Jenoptik hat im vergangenen Jahr mit einer verhaltenen Nachfrage in den Bereichen Halbleiterausrüstung und Autos zu kämpfen gehabt. Der Photonik-Konzern verzeichnete einen Umsatz- und Margenrückgang - der Kurs bricht auf Tradegate 11,5 Prozent ein.
=== Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Mi, 17:09 Uhr % YTD EUR/USD 1,1850 -0,2% 1,1872 1,1889 +1,1% EUR/JPY 181,99 +0,4% 181,32 181,34 -1,3% EUR/CHF 0,9137 +0,1% 0,9124 0,9125 -1,6% EUR/GBP 0,8718 +0,0% 0,8714 0,8710 -0,1% USD/JPY 153,57 +0,6% 152,71 152,53 -2,3% GBP/USD 1,3592 -0,2% 1,3621 1,3650 +1,2% USD/CNY 6,9435 +0,1% 6,9346 6,9265 -1,2% USD/CNH 6,9091 +0,2% 6,8982 6,8922 -1,0% AUS/USD 0,7050 -0,5% 0,7087 0,7124 +6,8% Bitcoin/USD 66.389,25 +0,2% 66.250,35 66.729,30 -23,7% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 62,64 62,65 -0,0% -0,01 +9,6% Brent/ICE 67,51 67,52 -0,0% -0,01 +11,1% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.952,71 4.926,50 +0,5% 26,21 +17,7% Silber 76,96 75,18 +2,4% 1,78 +18,3% Platin 1.716,10 1.690,01 +1,5% 26,09 +3,0% Kupfer 5,79 5,79 +0,2% 0,01 +2,2% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
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February 13, 2026 02:12 ET (07:12 GMT)





















