Aktien im Aufwind:

Legrand (+4%): meldete einen Anstieg des Nettogewinns um 14,2% auf 334,9 Mio. EUR. Diese Performance wurde von einem Umsatzplus von 11,4% getragen. Die guten Ergebnisse sind auf die starke Nachfrage im Bereich 'Rechenzentren' sowie auf eine effiziente Akquisitionsstrategie zurückzuführen, die laut Management ein 'exzellentes Rentabilitätsniveau' gewährleistet.

Henkel (+3%): Der deutsche Konzern übertrifft die Erwartungen mit einem organischen Wachstum von 1,8% im ersten Quartal. Diese Dynamik beruht im Wesentlichen auf dem Segment Beauty und Konsumgüter, das insbesondere von der Marke Schwarzkopf gestützt wurde.

Intercontinental Hotels Group (+3%): Der Hotelriese profitiert von einem Erlös pro verfügbarem Zimmer, der über den Prognosen lag. Die Erholung des US-Marktes und die Treue der wohlhabenden Klientel stützten das Geschäft. Die Buchungen dieser Reisekategorie konnten die Auswirkungen der Inflation auf bescheidenere Budgets kompensieren.

Verisure (+3%): profitiert von der Rückendeckung durch Nordea. Die Bank hob ihr Kursziel von zuvor 17,5 EUR auf 18 EUR an und behielt ihre Kaufempfehlung bei, womit sie ihr Vertrauen in die Wachstumsperspektiven des Unternehmens bestätigte.

LVMH (+2%): Eine positive Dynamik erfasst den gesamten Luxussektor mit Richemont (+3%), Hermès (+3%) und Kering (+3%). Die Anleger zeigen sich optimistisch angesichts der zunehmenden Entspannungssignale rund um den Iran.

Aktien im Minus:

David Campari (-11%): Der italienische Spirituosenkonzern gab bekannt, dass sein Umsatz um 2,9% gestiegen ist, was hinter den Prognosen zurückblieb. Das Management erklärte jedoch, dass die Preise trotz der Inflation für die Verbraucher attraktiv bleiben werden.

Valiant Holding (-11%): Bei der Schweizer Retailbank stiegen die Aufwendungen um 1,4%, während die Erträge mit 0,9% nicht Schritt halten konnten. Die Erträge aus dem Handelsgeschäft brachen um 10,7% ein. Für 2026 rechnet die Geschäftsleitung mit einem leicht steigenden Nettogewinn, was die Investoren jedoch nicht überzeugen konnte.

Solvay (-11%): Der belgische Chemiekonzern meldete für das erste Quartal 2026 einen Rückgang des bereinigten Nettogewinns um 23,5%. Das bereinigte EBITDA sank um 12,4%, was einer Marge von 21,9% entspricht, verglichen mit 22,3% im Vorjahr.

Tenaris (-6%): Der italienische Stahlrohrhersteller warnte vor einem erwarteten Umsatzrückgang im zweiten Quartal aufgrund sinkender Lieferungen in den Nahen Osten. Die Margen des Konzerns dürften durch steigende Logistikkosten belastet werden.

Centrica (-5%): Neben der Entspannung bei den Gaspreisen rechnet der auf Gasdistribution spezialisierte Konzern für sein Retail-Geschäft mit einem EBITDA für 2026 am unteren Ende der Prognosespanne. Die Unternehmensleitung gab an, die Auswirkungen des Konflikts weiterhin genau zu beobachten.