'Legrand hat seine Prognosen nach einem durch Rechenzentren getriebenen ersten Quartal 2026 angehoben. Die Gruppe profitiert in vollem Umfang von ihrer Präsenz in diesem Markt, der rund 26% des Umsatzes ausmacht und weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber der Branche bleibt', so Goldman Sachs. Die Bank behält ihre neutrale Empfehlung für den Titel bei, hebt jedoch das Kursziel von zuvor 138 Euro auf 158 Euro an.

Die Analysten der US-Bank erhöhen ihre Umsatz- und Betriebsergebnisprognosen für 2026 und 2027, gestützt durch eine günstigere Dynamik in Nordamerika und stärker als erwartet ausgefallene Preiserhöhungen.

Abseits der Rechenzentren zeigt sich das Geschäft jedoch fragiler. Die Volumina enttäuschten im ersten Quartal, und die Schwäche des europäischen Baumarktes könnte in einem Umfeld, das von hohen Zinsen und einer unsicheren Konjunktur geprägt ist, anhalten.

Goldman Sachs weist zudem auf ein strukturelles Risiko hin: Legrand bleibt stark im sogenannten 'White Space'-Segment von Rechenzentren exponiert, während sich bestimmte Architekturen schrittweise in Richtung Mittel- und Hochspannungslösungen entwickeln. Dies begünstigt eher Wettbewerber wie Schneider Electric, ABB oder Siemens.