Bis Ende 2026 will das Unternehmen seine Aktivitäten in zwei eigenständige Einheiten aufspalten: Die internationale Sparte soll um die Marke Heinz gruppiert werden und auf Wachstum setzen, während das Nordamerika-Geschäft stabile Cashflows liefern soll.

Der große Drahtzieher der Transaktion, 3G Capital, die renommierte Investmentgesellschaft brasilianischen Ursprungs, die bereits hinter den Mega-Fusionen AB InBev-SAB Miller und Burger King-Tim Hortons stand, hat diesmal das Ziel verfehlt: Keine der zum Zeitpunkt der Fusion versprochenen Skaleneffekte – „Synergien” – in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar wurde realisiert.

Hauptfinanzier Berkshire Hathaway, zugleich größter Aktionär mit 27,5 %, äußerte sich gestern über seinen Chairman Warren Buffett skeptisch. Mit Blick auf die Vergangenheit sei die Fusion „keine brillante Idee“ gewesen, so Buffett. Doch er bezweifelt zugleich, dass die nun geplante Aufspaltung die strukturellen Probleme lösen könne.

Seit der euphorischen Ankündigung vor zehn Jahren hat Kraft Heinz zwei Drittel seines Börsenwerts eingebüßt. Wachstum gab es in der Dekade keines – inflationsbereinigt ist der Umsatz sogar deutlich geschrumpft. Gleichzeitig hat die Teuerung die Kostenstruktur belastet: Die Margen sind unter Druck geraten, das operative Ergebnis sank um 22 % von 6,8 auf 5,3 Mrd. USD.

Immerhin blieb der Konzern eine verlässliche Cash-Maschine: In den vergangenen fünf Geschäftsjahren lag der freie Cashflow im Schnitt bei 3,3 Mrd. USD jährlich.

Auf historischen Tiefstständen bewertet, entspricht Kraft Heinz aktuell dem Zehnfachen seines operativen Gewinns bzw. dem Achtfachen des angepassten EBITDA der beiden künftigen Segmente. Da die Ausschüttungen durch den Cashflow ausreichend gedeckt sind, dürfte die Dividendenrendite von rund 6 % auch nach der Aufspaltung Bestand haben.