DOW JONES--Mit einer Konsolidierung an den europäischen Börsen rechnen Händler am Donnerstag. Die Vorgaben aus Asien sind uneinheitlich bis negativ, auch an den US-Börsen ging es am Vorabend leicht abwärts. Während die Wall Street die Konsequenzen aus der US-Beschlagnahmung eines unter russischer Flagge fahrenden Schiffs noch herunterspielte, weckt dies in Asien Sorgen vor einer Konfrontation. Dort springen Rüstungswerte wie Kawasaki und Mitsubishi Heavy rund 3 Prozent und in Südkorea Titel wie Hanwha bis 8 Prozent nach oben.
Im DAX dürfte eine erste Konsolidierung nach dem Ausbruch nach oben um 25.100 Punkte stattfinden. Der dynamische Anstieg am deutschen Aktienmarkt hat den Index aus seinem monatelangen Dornröschenschlaf erweckt und ihn innerhalb Europas sogar zu einem Outperformer machen lassen.
Gebremst wurden die US-Börsen von gesunkener Zinsfantasie. Der überraschend starke ISM-Service-Index zeigte am Vortag keinerlei Anzeichen einer schwachen US-Wirtschaft. Die mit Spannung erwartete Job-Komponente sprang im Dezember sogar auf 52,0 nach 48,9 Punkten an. Da der US-Dienstleistungssektor den größten Arbeitgeber stellt, deutet dies auf einen stabilen Arbeitsmarkt hin. Der monatliche US-Arbeitsmarktbericht am Freitag könnte daher besser als erwartet ausfallen. Charttechniker befürchten daher einen Sprung der 10-jährigen US-Rendite nach oben.
Am Donnerstag stehen in den USA nur die wöchentlichen Job-Daten an. Sie sind aber irrelevant für den Monatsbericht. In der Eurozone wird auf die Erzeugerpreise geblickt, in der Schweiz auf die Verbraucherpreise. Deutschland berichtet über Auftragseingänge.
Rüstungswerte könnten in Europa wie in Asien mit der Sorge um eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen steigen. Das Aufbringen zweier Öltanker durch die USA und die steigenden Spannungen zwischen China und Japan werden im Handel genannt. Mit den Fantasien von US-Präsident Donald Trump, den US-Militäretat um 500 Milliarden Dollar aufzustocken, habe dies jedoch nichts zu tun. Dieses Geld flösse nur an US-Unternehmen, heißt es.
Im Fokus bei Unternehmen stehen erste Geschäftszahlen und Zwischenberichte, vor allem aus Europa. Im Tagesverlauf werden unter anderem Geschäftszahlen von Tesco, Shell und Marks & Spencer aus Großbritannien erwartet. Umsatzdaten hat der französische Caterer Sodexo vorgelegt. Hier lagen Umsatzentwicklung und Ausblick im erwarteten Rahmen.
=== Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Di, 17:05 % YTD EUR/USD 1,1682 +0,0% 1,1677 1,1692 -0,5% EUR/JPY 182,91 -0,0% 183,00 183,15 -0,6% EUR/CHF 0,9311 +0,0% 0,9309 0,9297 -0,1% EUR/GBP 0,8679 +0,0% 0,8676 0,8659 -0,7% USD/JPY 156,57 -0,1% 156,69 156,66 -0,1% GBP/USD 1,3460 +0,0% 1,3459 1,3503 +0,2% USD/CNY 7,0131 -0,2% 7,0261 7,0278 -0,0% USD/CNH 6,9803 -0,2% 6,9921 6,9815 +0,0% AUS/USD 0,6700 -0,3% 0,6724 0,6727 +1,0% Bitcoin/USD 89.846,75 -1,4% 91.087,50 93.691,30 +5,2% ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 56,24 55,99 +0,4% 0,25 -2,2% Brent/ICE 60,20 59,96 +0,4% 0,24 -1,2% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.434,42 4.456,28 -0,5% -21,86 +4,0% Silber 76,46 78,21 -2,2% -1,75 +14,0% Platin 1.889,32 1.969,62 -4,1% -80,30 +19,6% Kupfer 5,80 5,81 -0,2% -0,01 K.A. YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
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January 08, 2026 02:04 ET (07:04 GMT)





















