Von Hans Bentzien
DOW JONES--Während sich die Finanzmärkte in den nächsten Tagen auf Unternehmenszahlen konzentrieren dürften, bleibt es auf der Konjunkturseite relativ ruhig. Dass nicht komplette Ruhe herrscht, ist vor allem der verzögerten Veröffentlichung zweiter wichtiger US-Berichte zu verdanken - nämlich zum Arbeitsmarkt und zu den Verbraucherpreisen. Daneben stehen US-Einzelhandelsumsätze sowie das britische und das Euroraum-Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal auf dem Kalender.
Die US-Geldpolitik steht im Spannungsfeld zwischen einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt und einer immer noch erhöhten Inflation. Ende Januar ließ die Fed ihren Leitzins wie erwartet unverändert - trotz lautstarker Forderungen nach einer Senkung aus dem Weißen Haus. Die in der Woche anstehenden Daten sind aus Sicht der Fed und von Analysten hoch willkommene Datenpunkte.
US-Inflationsdruck geht im Januar zurück
Der Inflationsdruck in den USA dürfte im Januar etwas nachgelassen haben. Analysten rechnen laut Factset-Konsens damit, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen sind und um 2,5 (Dezember: 2,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Für die Kernverbraucherpreise werden ein monatlicher Anstieg von 0,4 (0,2) Prozent und eine unveränderte Jahresrate von 2,6 Prozent prognostiziert. Die Daten werden am Freitag (14.30 Uhr) zusammen mit den Erzeugerpreisdaten veröffentlicht. Schon am Mittwoch (14.30 Uhr) kommt der verspätete Arbeitsmarktbericht für Januar.
US-Beschäftigungswachstum nimmt im Januar etwas zu
Die Beschäftigung in den USA dürfte im Januar etwas stärker als zuvor zugenommen haben. Analysten rechnen laut Factset-Konsens damit, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 60.000 zugenommen hat - nach einen Zuwachs von 50.000 im Dezember. Unklar ist, wie stark Kälte und Schneestürme die Aktivität am Arbeitsmarkt beeinflusst haben. Die Arbeitslosenquote sehen die Analysten unverändert 4,4 Prozent und für die Stundenlöhne wird ein monatlicher Zuwachs von 0,3 (0,3) Prozent prognostiziert.
Weitere US-Daten betreffen den Einzelhandelsumsatz, die Importpreise sowie die Arbeitskosten (alle Dienstag, 14.30 Uhr). Die Einzelhandelsumsätze dürften im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,3 (Dezember: 0,5) Prozent gestiegen sein. Für die Umsätze ohne Autos wird ein Zuwachs von 0,4 (0,6) Prozent prognostiziert.
Eurostat bestätigt BIP-Anstieg um 0,3 Prozent im vierten Quartal
Das Euroraum-BIP ist im vierten Quartal laut einer ersten Schätzung um 0,3 Prozent gestiegen - etwas stärker als erwartet (plus 0,2 Prozent). Analysten prognostizieren, dass Eurostat diese Zahl in einer zweiten Veröffentlichung am Freitag (11.00 Uhr) bestätigen wird.
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February 09, 2026 01:00 ET (06:00 GMT)

















