DOW JONES--Mit leichten Kursgewinnen rechnen Markteilnehmer am Freitag an den europäischen Aktienmärkten. Der DAX wird 0,2 Prozent höher indiziert mit 23.924 Punkten. Der Markt warte auf die US-Zinsentscheidung nächste Woche. Bis dahin werde sich nicht mehr viel tun. Fondsmanager seien ohnehin nur noch darauf bedacht, ihre gute Perfomance ins kommende Jahr zu retten, dies dürfte die Risikobereitschaft weiter senken, heißt es.

Die Lage am US-Arbeitsmarkt sei als Folge des Shutdown weiter unklar, so dass sich aus dieser Perspektive eine US-Zinssenkung nicht unbedingt aufdränge, so ein Börsianer. Nach der besseren Job-Komponente im ISM-Einkaufsmanagerindex unter der Woche, habe am Vortag der sogenannte Challenger Report gezeigt, dass die Anzahl der Entlassungsankündigungen bei US-Unternehmen deutlich zurückgegangen sei. Dazu sanken die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wider Erwarten deutlich.

Am Berichtstag dürfte der Markt umso mehr auf weitere Daten achten, die die Zinsentscheidung noch beeinflussen könnten. Mit dem US-Preisindex der Konsumausgaben (PCE-Deflator) steht das bevorzugte Inflationsmaß der Notenbanker auf dem Kalender. In der Kernrate wird wie zuvor ein Preisanstieg um 2,9 Prozent erwartet. Ein höherer Wert könnte der Argumentation für eine Zinssenkung entgegenstehen. Allerdings sind die Preisdaten wegen des Shutdowns veraltet, sie stammen aus dem September.

Rückkauf bei Swiss Re begrüßt

Gut kommen am Aktienmarkt neue Aussagen von Swiss Re mit Blick auf das kommende Jahr an. Die Finanzziele wurden bestätigt, das Dividendenwachstum soll bei 7 Prozent oder mehr pro Jahr liegen. Sehr positiv hebt ein Händler die Einführung eines neuen Aktienrückkaufprogramms an. Es soll nächstes Jahr mit 0,5 Milliarden Dollar starten.

Schott Pharma geben im Spezialistenhandel um 4 Prozent nach. Das Unternehmen erwartet im laufenden Geschäftsjahr weiteres Wachstum, das aber geringer ausfallen dürfte als im Jahr zuvor und auch deutlich unter den aktuellen Markterwartungen liegen wird. Außerdem soll die operative Marge sinken.

Für Hensoldt geht es um 1,7 Prozent nach unten, nachdem die Bank of America der Aktie ihre Kaufempfehlung entzogen hat. Zugleich oben die Analysten Renk auf "Buy" von "Underweight" an, die Aktie wird gut 2 Prozent fester gesehen. Kion kommen um knapp 3 Prozent zurück. Hier hat Citi das Votum auf "Neutral" von "Buy" gesenkt.


Devisen        zuletzt        +/- %  0:00 Vortag  Do, 17:02    % YTD 
EUR/USD         1,1664        +0,2%       1,1644     1,1673   +12,7% 
EUR/JPY         180,28        -0,1%       180,54     180,56   +11,2% 
EUR/CHF         0,9359        +0,0%       0,9354     0,9350    -0,6% 
EUR/GBP         0,8735        -0,1%       0,8739     0,8730    +5,6% 
USD/JPY         154,56        -0,3%       155,05     154,69    -1,3% 
GBP/USD         1,3354        +0,2%       1,3326     1,3371    +6,7% 
USD/CNY         7,0720        -0,1%       7,0776     7,0791    -1,9% 
USD/CNH         7,0660        -0,0%       7,0691     7,0696    -3,8% 
AUS/USD         0,6626        +0,3%       0,6608     0,6619    +6,7% 
Bitcoin/USD  92.443,05        +0,0%    92.403,50  92.865,75    -1,6% 
 
 
ROHÖL          zuletzt  VT-Settlem.        +/- %    +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex        59,60        59,67        -0,1%      -0,07   -17,0% 
Brent/ICE        63,27        63,26        +0,0%       0,01   -15,4% 
 
 
METALLE        zuletzt       Vortag        +/- %    +/- USD    % YTD 
Gold          4.228,32     4.207,93        +0,5%      20,39   +60,2% 
Silber           58,32        57,13        +2,1%       1,20  +102,6% 
Platin        1.430,63     1.418,53        +0,9%      12,10   +63,7% 
Kupfer            5,40         5,29        +2,1%       0,11   +31,4% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

DJG/mod/gos

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December 05, 2025 02:30 ET (07:30 GMT)