Raus aus dem Palmengarten, rein in die Pixel-Wüste - Ein Trauerspiel
Sehr geehrter HerrAufsichtsratsvorsitzender, werter Vorstand, liebe Mitaktionärinnen und Mitaktionäre,
als langjährigerAktionär der KION Group reibt man sich in diesem Jahr wirklich ungläubig die Augen. Wir hatten in den vergangenen Jahren - nicht zuletzt erst 2025 - so wunderbare, stimmungsvolle und vor allem lebendige Hauptversammlungen im Frankfurter Gesellschaftshaus Palmengarten. Da gab es echtenAustausch, kritische Nachfragen am Saal-Mikrofon und ein Management, das den Eigentümern noch physisch in die Augen geschaut hat. Man hatte das Gefühl, Teil eines realen Unternehmens zu sein.
Und was steht uns in diesem Jahr bevor? Die Rolle rückwärts in die virtuelle Isolation. Man muss sich schon ernsthaft fragen: Ist das die viel beschworene neue Zusammenarbeit mit NVIDIA, die jetzt dafür sorgt, dass bei KION kurzerhand alles "virtualisiert" wird - inklusive der eigenen Aktionäre? Wenn wir unsere Gabelstapler, Lagerhäuser und Supply-Chain-Lösungen mit KI und digitalen Zwillingen ausstatten, ist das für unser Geschäft zweifellos fantastisch.Aber die Eigentümerversammlung in einen sterilen digitalen Zwilling zu verwandeln, ist schlichtweg ein Armutszeugnis für unsere Aktionärskultur.
Natürlich deckt der § 118a AktG Ihren Rückzug ins Sendestudio juristisch sauber ab.Aber souverän ist das nicht. Wir werden wieder dieses völlig asymmetrische "betreute Senden" erleben. Ein virtuelles Nachfragerecht, das echte Spontanität im Keim erstickt, und Vorstandsantworten, die wasserdicht, aber blutleer vom Teleprompter abgelesen werden. Der Flurfunk, das Raunen im Saal, die direkte Konfrontation - all das, was eine echte HV ausmacht, wird durch den digitalen Filter gnadenlos weichgezeichnet.
Und die absolute Krönung der Ironie: Wir rühmen uns als digitaler Vorreiter in der Logistik, aber wenn ich als Aktionär diese Stellungnahme einreichen will, zwingt man mich allen Ernstes, ein PDF per E-Mail an eine Sammeladresse zu schicken. Eine simple, integrierte Upload-Funktion im HV-Portal scheint für unseren Dienstleister offenbar noch absolute Zukunftsmusik zu sein.
Ich bin von dieser Formatwahl maßlos enttäuscht. Kommen Sie im nächsten Jahr gefälligst aus dem Studio zurück in die reale Welt. Der Palmengarten steht uns als Unternehmen deutlich besser als diese sterile Pixel-Wüste!
Martin Roser Aktionär,Augsburg
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Kion Group AG published this content on May 08, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on May 08, 2026 at 15:56 UTC.
Die Kion Group AG ist ein in Deutschland ansässiger Anbieter von Flurförderzeugen, damit verbundenen Dienstleistungen und Lieferkettenlösungen. Die Aktivitäten des Unternehmens sind in drei Segmente unterteilt: Flurförderzeuge und Dienstleistungen, Supply Chain Solutions und Corporate Services. Das Segment Flurförderzeuge und Dienstleistungen umfasst Gabelstapler, Lagertechnik, Gegengewichtsstapler, Zugmaschinen sowie automatisierte und autonome Stapler. Das Unternehmen ist mit drei internationalen Marken tätig: Linde, STILL und Baoli, sowie über drei regionale Marken: Fenwick (Frankreich), OM STILL (Italien) und OM Voltas (Indien). Das Segment Supply Chain Solutions bietet integrierte Technologie- und Softwarelösungen, Kommissioniergeräte, automatische Lager- und Bereitstellungssysteme, Sorter und Förderanlagen, die unter der Marke Dematic vertrieben werden. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern der Welt tätig.
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Investment
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.