London, 20. Mai (Reuters) - Der Aufstieg Künstlicher Intelligenz (KI) scheint nicht zu bremsen. Weltweit setzen Unternehmen auf diese Technologie, um Abläufe zu optimieren und zu automatisieren. Bei der "Generation Z", die zwischen 1997 und 2012 geboren wurde, schürt die Verbreitung von ChatGPT, Gemini & Co jedoch Zukunftsängste. Mehr als 70 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe bereite KI Sorgen oder verärgere sie, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup. Das seien zehn Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr.
Vor allem Berufseinsteiger sähen KI zunehmend als Konkurrenz, schrieben die Autoren der Umfrage. Weltweit übertragen Unternehmen vergleichsweise einfache Tätigkeiten an "Kollege KI", um Personalkosten zu senken. So will die britische Großbank Standard Chartered etwa 7000 Jobs streichen. "Es geht darum, in manchen Fällen weniger wertvolles Humankapital durch Finanzkapital und Investitionskapital zu ersetzen", sagte Bankchef Bill Winters. Auch die Facebook-Mutter Meta und der Onlinehändler Amazon bauen in großem Stil Personal ab, weil sie sich von KI Effizienzgewinne versprechen.
ALTERNATIVLOSE ENTWICKLUNG?
Die Firmenlenker treiben diese Entwicklung voran. So sagte der frühere Google-Chef Eric Schmidt bei einer Abschlussfeier der University of Arizona, dass die Auswirkungen dieser Technologie "größer, schneller und folgenreicher" sein würden als alles bisher Dagewesene. "Es wird jeden Beruf, jedes Klassenzimmer, jedes Krankenhaus, jedes Labor, jeden Menschen und alle zwischenmenschlichen Beziehungen betreffen." Schmidt ging zwar auf die Zukunftsängste der Uni-Absolventen ein, betonte jedoch, die Veränderungen seien unausweichlich und alle müssten sich anpassen. Viele Zuhörer quittierten diese Aussagen mit Buhrufen. Redner bei anderen Abschlussfeiern ernteten ähnliche Reaktionen auf vergleichbare Äußerungen zu KI.
Doch auch innerhalb der Generation Z gibt es der Gallup-Umfrage zufolge KI-Befürworter. Dabei gebe es einen Zusammenhang zwischen dem Nutzungsverhalten und der Einstellung gegenüber dieser Technologie. Diejenigen, die KI täglich oder wöchentlich nutzten, beurteilten sie mehrheitlich positiv. Bei seltenem oder fehlendem Kontakt mit ChatGPT & Co drehe sich das Verhältnis dagegen um.
(Bericht von Adam Jourdan; geschrieben von Hakan Ersen, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
Standard Chartered PLC ist die führende Bankengruppe in den Schwellenländern. Die Nettobankprodukte lassen sich wie folgt nach Geschäftsbereichen aufteilen: - Privatkunden und Private Banking (70,3 %): Verkauf von Produkten und traditionellen Bankdienstleistungen, Ausgabe von Kreditkarten, Konsum- und Immobilienkredite, Kredite für kleine und mittlere Unternehmen, Online-Banking usw.; - Geschäfts-, Firmenkunden-, Investment- und Marktbankgeschäft (28,4 %): Unternehmensfinanzierung, Kreditgenossenschaften, Verkauf strukturierter Produkte, Cash- und Zinsmanagement, Wertpapierverwahrung und -verwahrung, Fondsmanagement usw.; - Sonstiges (1,3 %). Ende 2024 verfügte die Gruppe über 464,5 Milliarden US-Dollar an Sichteinlagen und 281 Milliarden US-Dollar an ausgereichten Krediten. Die Erträge verteilen sich geografisch wie folgt: Vereinigtes Königreich (1,4 %), Hongkong (24,5 %), Singapur (13,2 %), China (6,8 %), Indien (6,8 %), Vereinigte Staaten (6,6 %), Südkorea (5,5 %), Vereinigte Arabische Emirate (4,3 %), Taiwan (3 %) und Sonstige (27,9 %).
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Investment
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Gesamt
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.