Unbekannte Drohnen trafen am Dienstag mindestens zwei Öltanker im Schwarzen Meer, darunter einen von der US-Ölgesellschaft Chevron gecharterten Tanker, während diese sich auf dem Weg zu einem Terminal an der russischen Küste befanden, um Öl aus Kasachstan zu laden.
Das kasachische Außenministerium teilte in einer Erklärung mit, dass drei Tanker auf dem Weg zum Meeresterminal des Caspian Pipeline Consortium (CPC) im Schwarzen Meer getroffen wurden.
Am 29. November wurden zudem die Exportanlagen des CPC durch Drohnen angegriffen, was zu einem Rückgang der Ölexporte über diese Verbindung führte.
"Die zunehmende Häufigkeit solcher Vorfälle unterstreicht die wachsenden Risiken für das Funktionieren der internationalen Energieinfrastruktur", erklärte das Ministerium.
"Wir rufen daher unsere Partner zu einer engen Zusammenarbeit auf, um gemeinsame Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Vorfälle in der Zukunft zu entwickeln", hieß es weiter.
Das russische Verteidigungsministerium teilte am Mittwoch mit, dass der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker Matilda von zwei ukrainischen Kampfdrohnen in einer Entfernung von etwa 100 Kilometern (62 Meilen) von der Stadt Anapa in der russischen Region Krasnodar angegriffen wurde.
Die Ukraine äußerte sich nicht zu dem Vorfall.
Zu den Anteilseignern der 1.500 km (930 Meilen) langen CPC-Pipeline zählen die staatliche kasachische Ölgesellschaft KazMunayGas, das russische Unternehmen Lukoil sowie Tochtergesellschaften der US-Ölkonzerne Chevron und ExxonMobil.
Russische Terminals am Schwarzen Meer wickeln mehr als 2% des weltweiten Rohölhandels ab. Die Gewässer, die von Bulgarien, Georgien, Rumänien und der Türkei sowie von Russland und der Ukraine genutzt werden, sind auch für den Getreideexport von großer Bedeutung.
Allein das CPC ist für rund 80% der Ölexporte Kasachstans verantwortlich.


















