Der Hauptindex für die Geschäftstätigkeit stieg im vergangenen Monat von 49,2 im April auf 50,6 Punkte. Damit wurde erstmals seit Oktober die 50-Punkte-Schwelle überschritten und der höchste Stand seit November 2024 erreicht. Ein Wert von über 50 signalisiert eine Ausweitung der Aktivität.
'Kanadas Dienstleistungssektor verzeichnete im Mai einen Nettoanstieg der Aktivität, doch das Wachstum blieb fragil und täuschte über ein herausforderndes Geschäftsumfeld hinweg', erklärte Paul Smith, Economics Director bei S&P Global Market Intelligence, in einer Stellungnahme.
'Die Unternehmen berichteten von einem geringfügigen Rückgang des Neugeschäfts, da die Kunden angesichts der anhaltenden Krise im Nahen Osten eine hohe Unsicherheit bezüglich der Aussichten zeigten.'
Der Krieg hat faktisch die Straße von Hormus blockiert, eine lebenswichtige globale Versorgungsroute für Öl und Flüssigerdgas.
Der Index für das Neugeschäft sank von 50,3 im April auf 49,8, während das Barometer für die Beschäftigung von 50,7 auf 49,2 zurückging.
'Der Kostendruck nimmt massiv zu, wobei die Firmen nicht nur stark steigende Treibstoffpreise, sondern auch höhere Lohnkosten melden', so Smith. 'Dies dürfte bei den Währungshütern die Alarmglocken schrillen lassen, da sie auf das Entstehen von Zweitrundeneffekten bei den Preisen achten werden.'
Die Bank of Canada hat signalisiert, dass sie möglicherweise mit aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen reagieren muss, sollten die Ölpreise hoch bleiben und beginnen, die Inflation nach oben zu treiben.
Der Index für die Inputpreise kletterte von 60,9 auf 67,0 und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2022. Mit 56,7 Punkten markierte der Index für die Verkaufspreise den höchsten Wert seit Juli 2023.
Der S&P Global Kanada Composite PMI stieg im vergangenen Monat von 49,9 im April auf 50,8, da die Produktion sowohl im Dienstleistungssektor als auch im verarbeitenden Gewerbe zunahm.
Daten vom Montag zeigten, dass der S&P Global Kanada Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe leicht von 53,3 im April auf 52,9 sank, da das Potenzial für höhere Preise und Produktknappheit infolge des Krieges die Kundennachfrage vermutlich ankurbelte.
(Berichterstattung durch Fergal Smith; Redaktion durch Chizu Nomiyama)




















