Frankfurt (Reuters) - Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S hat im dritten Quartal dank höherer Preise den Gewinn überraschend deutlich gesteigert.
Das operative Ergebnis (Ebitda) sprang um 68 Prozent auf 111 Millionen Euro, wie das Kasseler Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 105 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz stieg um 1,5 Prozent auf 879 Millionen Euro. Im wichtigen Kundensegment Landwirtschaft konnten höhere Düngemittelpreise den Rückgang der Absatzmengen im Zuge von planmäßigen Wartungsarbeiten mehr als ausgleichen. Der Durchschnittspreis pro Tonne stieg auf 336 Euro nach 310 Euro im Vorjahr.
Für das Gesamtjahr 2025 engte K+S die Prognosespanne für das operative Ergebnis ein und erwartet nun zwischen 570 und 630 Millionen Euro. Bislang waren 560 bis 640 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. "Nach Abschluss dieses Quartals können wir den Mittelwert der Jahresprognose mit einer präzisierten Ebitda-Spanne bestätigen", sagte Vorstandschef Christian Meyer. Die Absatzprognose im Agrargeschäft senkte das Unternehmen jedoch auf rund 7,4 Millionen Tonnen und begründete dies mit einer reduzierten Produktion durch eine bewusste Verbesserung des Produktmixes. Für den bereinigten freien Cashflow wird unverändert ein leicht positiver Wert erwartet.
Die positive Geschäftsentwicklung bei K+S spiegelt einen branchenweiten Trend wider. Auch Wettbewerber wie der norwegische Konzern Yara sowie die nordamerikanischen Rivalen Mosaic und Nutrien hatten zuletzt dank gestiegener Preise und einer robusten Nachfrage nach Kali Ergebnisse über den Markterwartungen vorgelegt. Nutrien-Chef Ken Seitz rechnet für 2026 sogar mit einer weiter steigenden globalen Nachfrage. Grund dafür seien der hohe Nährstoffbedarf der Böden nach den diesjährigen Ernten und ein knappes Angebot.
(Bericht von Patricia Weiß. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
Yara International ASA ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Herstellung und im Vertrieb von Mineraldüngern. Der Nettoumsatz gliedert sich nach Geschäftsbereichen wie folgt: - Herstellung und Verkauf von Mineraldüngern (78,7 %): 23,7 Millionen Tonnen verkaufte Mengen im Jahr 2025 an einfachen Stickstoffdüngern (Kalziumnitrate, Harnstoff usw.), Mehrnährstoffdüngern (auf Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumbasis), Spezialdüngern (Pflanzenernährungsprodukte, Kaliumnitrate usw.) sowie Düngern auf Magnesium- und Schwefelbasis. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch auf Europa (35,5 %), Nord- und Südamerika (44,5 %), Afrika und Asien (19,5 %) sowie sonstige Regionen (0,5 %); - Verkauf von industriellen chemischen Produkten (15,7 %): 6,4 Millionen Tonnen verkaufte chemische Produkte auf Stickstoffbasis (einschließlich Ammoniak, Salpetersäure, Ammoniumnitrate) für die Automobil-, Bau-, Abfallbehandlungs-, Schifffahrts-, Chemie-, Bergbau- und Tierfutterindustrie; - Ammoniakproduktion (5,5 %). Der Konzern betreibt zudem Handel mit Ammoniak; - Sonstiges (0,1 %). Ende 2025 verfügte der Konzern weltweit über 25 Produktionsstandorte. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Europa (35,9 %), Brasilien (23,1 %), Asien (14,5 %), Nordamerika (12,1 %), Lateinamerika (8,7 %) und Afrika (5,7 %).
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.