"Die Registrierung von Finanzmarktteilnehmern hat klare Vorteile", sagte Stefan Bollinger gegenüber der Schweizer Zeitung Neue Zürcher Zeitung. "So wird verhindert, dass schwarze Schafe einfach die Straßenseite wechseln und weitermachen, als wäre nichts geschehen."
Bollinger verwies darauf, dass es in den USA, dem Vereinigten Königreich, Hongkong und Singapur bereits ähnliche Systeme gibt, und ist der Ansicht, dass die Schweiz langfristig davon profitieren würde.
NOTWENDIGKEIT DER RUFRESTAURIERUNG
"Die Schweiz verfügt bereits über ein Sorgfaltspflichtsystem auf Führungsebene; sie sollte erwägen, dieses wie in anderen Ländern weiter auszubauen", fügte er hinzu.
Bollinger sagte der NZZ, dass es notwendig sei, den Ruf der Schweiz nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse wiederherzustellen.
Auf die Spekulationen über eine mögliche Verlegung des Hauptsitzes der UBS, der größten Schweizer Bank, in die USA angesprochen, sagte Bollinger, dass "Swissness" weiterhin ein Qualitätsmerkmal sei.
"Ich bin überzeugt, dass es auch für die UBS von Vorteil ist, eine Schweizer Bank zu sein, gerade in diesen Zeiten", betonte er und hob hervor, dass Kunden in der Schweiz Stabilität und Berechenbarkeit angesichts geopolitischer Unsicherheiten suchen.
"Es gibt einen starken Trend, dass internationale Kunden ihr Geld wieder in der Schweiz anlegen wollen", sagte er.
Die Financial Times berichtete im November, dass die UBS Gespräche über eine Verlegung ihres Hauptsitzes in die USA geführt habe. Die Bank antwortete darauf, sie wolle weiterhin von der Schweiz aus operieren.
Julius Bär meldete am Montag einen Nettogewinn von 764 Millionen Schweizer Franken (988 Millionen US-Dollar) für das Jahr 2025, ein Rückgang um 25% gegenüber 2024, der jedoch die Erwartungen der Analysten in einem von Abschreibungen geprägten Jahr übertraf.
(Bericht von Olivia Le Poidevin; Redaktion: David Holmes)




















