Jefferies identifiziert das Hauptprojekt der neuen Sanofi-Generaldirektorin
In einer Analyse zur Nichtverlängerung von Paul Hudson als Generaldirektor von Sanofi, was einen Kursrückgang von 4,75% auf 78,64 Euro zur Folge hatte, bietet Jefferies eine alternative Sichtweise an.
Die Analysten vermuten, dass es sich möglicherweise um ein Bewusstwerden des Verwaltungsrats handelt, der erkannt hat, was prioritär behandelt werden muss und was warten kann.
Paul Hudson wird sein Amt am 17. Februar niederlegen und am 29. April von Belén Garijo abgelöst werden. Die Übergangsphase wird von Olivier Charmeil, Executive Vice President General Medicine und seit 2011 Mitglied des Exekutivausschusses, übernommen.
Jefferies ist der Ansicht, dass die Sanktionierung der Sanofi-Aktie vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die künftige Generaldirektorin in ihrer vorherigen Position (bei der deutschen Merck KGaA als Vorstandsvorsitzende seit 2021) keine überzeugende Bilanz in F&E vorweisen kann und nicht in der Lage war, das Wachstum des Pharma-Geschäfts von Merck KGaA anzukurbeln. Für die amerikanische Investmentbank ist jedoch auch eine andere Lesart möglich, insbesondere weil die Steigerung der F&E-Produktivität in mittelgroßen Unternehmen schwieriger ist als bei "Large Caps". Zudem war bei Merck KGaA nicht Pharma, sondern das LifeScience-Geschäft prioritär. Jefferies fügt hinzu, dass die Fähigkeit von Belén Garijo, den Rückgang der Pharmasparte zu bremsen, beeindruckend war.
Wie andere Analysten sind auch jene von Jefferies der Meinung, dass Kapital innerhalb und außerhalb des Joint Ventures mit Regeneron allokiert werden muss. Die Analysten betonen, dass der wichtigste unmittelbare Kampf für Sanofi die Sicherung der Nachhaltigkeit dieses Joint Ventures ist.
Die Empfehlung lautet auf Kaufen, mit einem Kursziel von 100 Euro.
Herr Paul Hudson ist Chief Executive Officer & Director bei Sanofi, Chairman bei Novartis Pharma KK und Chief Executive Officer & Director bei Sanofi Clir SENC. Er ist Mitglied des Board of Directors bei Sanofi und Sanofi Clir SENC. Herr Hudson war zuvor als Chief Executive Officer bei Novartis Pharmaceuticals Corp., als President-AstraZeneca US & EVP-North America bei AstraZeneca Plc, als President bei AstraZneca Farmacutica Spain SA, als President & Director bei AstraZeneca KK, als Member-Executive Committee bei Novartis AG und als Head-Global Marketing bei Schering Plough Holdings France SAS tätig. Er erhielt seinen Bachelor-Abschluss an der Manchester Metropolitan University of.
Sanofi ist der größte europäische Pharmakonzern. Der Nettoumsatz nach Produktfamilien gliedert sich wie folgt: - Pharmazeutische Produkte (81,8 %): verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung von Multipler Sklerose, neurologischen Erkrankungen, Entzündungskrankheiten, Autoimmunerkrankungen, seltenen Krankheiten, Krebs und seltenen hämatologischen Erkrankungen; - Humanimpfstoffe (18,2 %): Impfstoffe für Kinder, Impfstoffe gegen Grippe, Meningitis und Polio, Auffrischungsimpfstoffe sowie Impfstoffe für Reisende und endemische Gebiete. Ende 2025 verfügte der Konzern über 37 Produktionsstätten weltweit. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Frankreich (3,9 %), Europa (17,1 %), Vereinigte Staaten (50,8 %), China (6 %) und Sonstige (22,2 %).