Der im FTSE 100 gelistete Konzern gab an, dass er zwar kein direktes Engagement in der Region unterhalte, jedoch besorgt über eine anhaltende Krise sei.
'Erhöhte Unsicherheit kann zu direktem Kostendruck führen, einschließlich Energie- und Treibstoffkosten in unserem Filial- und Logistiknetz', erklärte JD in einer Mitteilung am Donnerstag.
'Zudem könnte es zu indirekten Auswirkungen auf die Preisgestaltung und die Verbrauchernachfrage kommen, sollte eine Inflation der Inputkosten einsetzen', hieß es weiter.
BREITE SPANNE BEI DER GEWINNPROGNOSE
JD, das rund 40% seines Umsatzes in Nordamerika über seine Ketten JD Sports, Hibbett, DTLR und Shoe Palace erzielt, prognostiziert für 2026/27 einen bereinigten Vorsteuergewinn zwischen 750 Millionen Pfund und 850 Millionen Pfund (1,02 Milliarden bis 1,16 Milliarden Dollar).
Dies steht einem Gewinn von 852 Millionen Pfund im Geschäftsjahr bis zum 31. Januar 2026 gegenüber, was zwar den Erwartungen entsprach, aber einen Rückgang von 6,4% im Vergleich zum Vorjahr bedeutete.
Die JD-Aktien legten um fast 6% zu, da sich die Anleger davon beruhigt zeigten, dass der Iran-Krieg bislang keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft hatte. Zudem fielen die Prognosen für den freien Cashflow und die Aktionärsrenditen stärker als erwartet aus.
Dennoch verzeichnet die Aktie im bisherigen Jahresverlauf ein Minus von 15%. Dies spiegelt den Druck auf die Kernkundschaft von JD wider - junge und weniger wohlhabende Konsumenten -, in einem Markt, der von Rabattaktionen und mangelnder Innovation bei Nike geprägt ist. Nike-Produkte machen etwa 45% des Umsatzes von JD aus.
Für das erste Quartal bis zum 25. April meldete JD einen Rückgang der flächenbereinigten Umsätze um 2,3%. In Nordamerika sanken diese um 0,6%, in Europa um 4,2% und im Vereinigten Königreich um 4,0%, während sie im asiatisch-pazifischen Raum um 5,2% stiegen.
Das Unternehmen merkte an, dass der Handel im April 'volatil' verlaufen sei, wobei Bekleidung eine bessere Performance als Schuhe aufwies.
'Während wir für das Geschäftsjahr 2027 weiterhin mit einem verhaltenen Marktwachstum rechnen, bleiben wir zuversichtlich, was die mittelfristige Entwicklung der JD Group betrifft', sagte CEO Regis Schultz.
Schultz erkärte gegenüber Reuters, er halte es nicht für wahr, dass der JD-Vorsitzende Andrew Higginson ihn aus seinem Amt entfernen wolle.
JD hatte im vergangenen Monat bekannt gegeben, dass Higginson im Juli nach nur vier Jahren als Chairman zurücktreten wird. Higginson lehnte zu diesem Zeitpunkt eine Stellungnahme zu Medienberichten ab, wonach er zurückgetreten sei, nachdem er im Vorstand keine Unterstützung für die Abberufung von Schultz gefunden hatte.


















