Der Umsatz im ersten Quartal belief sich auf 881 Mio. EUR, was einem Anstieg von 2,7% im Jahresvergleich entspricht. Das organische Wachstum lag bei 5,7% und damit leicht über dem Marktkonsens von 5,3%. Ohne Berücksichtigung der Nicht-Werbeerlöse, die weniger als 10% des Konzernumsatzes ausmachen, erreichte das organische Wachstum 6,6%. Das Digitalgeschäft, das mittlerweile rund 42% des Umsatzes ausmacht, setzt seine starke Dynamik mit einem organischen Zuwachs von 13,1% fort.

'Die Aussichten für das zweite Quartal wurden jedoch durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten getrübt, was den Konzern dazu veranlasst, ein organisches Wachstum von etwa 3% anzustreben - ein Wert, der unter den Markterwartungen, aber nahe an unseren Schätzungen liegt', notiert Berenberg. Die Privatbank bestätigt ihre Kaufempfehlung für den Titel mit einem Kursziel von 28 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von fast 50% entspricht.

Programmatic Advertising erwies sich erneut als einer der wichtigsten Wachstumstreiber. Dieser Bereich legte um 27,2% zu, was doppelt so schnell ist wie das gesamte Digitalgeschäft, und macht nun etwa 11% der digitalen Erlöse aus.

Für das zweite Quartal prognostiziert JCDecaux eine Verlangsamung des organischen Wachstums auf rund 3%, primär bedingt durch die Lage im Nahen Osten. Ohne diese Region würde das Wachstum des Konzerns bei nahezu 5% bleiben, was einen Einbruch der Aktivitäten im Nahen Osten um etwa 40% in diesem Zeitraum impliziert. Die Situation bleibt schwierig, mit Disparitäten zwischen den Ländern und einem Flugverkehr, der in der Region erst wieder rund 60% des üblichen Niveaus erreicht.

Für Berenberg dürfte 'das zweite Halbjahr von mehreren Wachstumskatalysatoren profitieren'. Die kürzlich gewonnenen Neuaufträge, insbesondere in Barcelona, Denver, Melbourne oder auch mit Carmila/Carrefour, werden erst ab dem dritten Quartal einen Beitrag leisten und könnten fast 60 Mio. EUR an zusätzlichen Erlösen generieren.

'Die Fußball-Weltmeisterschaft sollte zudem rund 30 Mio. EUR an Zusatzumsatz beisteuern, verteilt auf Juni und Juli', fügt der Broker hinzu, der seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2026 unverändert lässt und weiterhin von einem soliden organischen Wachstum von 4,8% für das Jahr ausgeht.

'Dieses Szenario basiert auf einem Rückgang der Aktivitäten im Nahen Osten um etwa 20%, der durch ein Wachstum von nahezu 6% im restlichen Konzern ausgeglichen wird. Zudem gehen wir nun von einer weitgehend neutralen Wechselkurshypothese für das Geschäftsjahr aus, gegenüber einer zuvor geschätzten negativen Auswirkung von 38 Mio. EUR, was unsere Prognosen für den Gewinn pro Aktie im Zeitraum 2026-2028 stützt', so Berenberg abschließend.

Seit Jahresbeginn ist die Aktie um mehr als 20% gestiegen.