Der japanische Nikkei-Aktienindex stieg am Donnerstag erstmals über die Marke von 58.000 und setzte damit seine rasante Rallye fort, seit Premierministerin Sanae Takaichi einen überwältigenden Wahlsieg mit dem Versprechen verstärkter wirtschaftlicher Anreize errungen hat.

Der Leitindex Nikkei 225 lag 0,4% höher bei 57.874,61 Punkten, nachdem er im frühen Handel bereits bis auf 58.015,08 gestiegen war, als der Handel nach einem Feiertag wieder aufgenommen wurde. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 ist der Nikkei um 15% gestiegen. Der breitere Topix legte am Donnerstag um 0,8% auf 3.884,16 zu.

Die Berichtssaison ist in der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt in vollem Gange, und die heimischen Märkte werden durch die Erwartung gestützt, dass der überzeugende Wahlsieg der Liberaldemokratischen Partei (LDP) von Takaichi bei der Parlamentswahl am Sonntag es ihr ermöglichen wird, Ausgaben- und Steuererleichterungsmaßnahmen durchzusetzen.

Seit ihrem Aufstieg zur ersten Premierministerin des Landes im Oktober hat der sogenannte "Takaichi-Handel" die lokalen Aktien auf aufeinanderfolgende Rekordhöhen getrieben, während er zu Rückgängen bei Staatsanleihen und beim Yen geführt hat.

"Nach den jüngsten starken Quartalsergebnissen und dem Erdrutschsieg der LDP unter der Regierung Takaichi befindet sich der Markt auf einem deutlichen Aufwärtstrend", sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities.

"Das Gefühl einer Überhitzung nimmt zu, sodass von nun an Gewinnmitnahmen einsetzen könnten."

Die Aktien von Honda Motor fielen um 3%, nachdem der Autohersteller am Dienstag nach Börsenschluss einen Rückgang des Gewinns im dritten Quartal um 61% gemeldet hatte.

Mit Spannung werden die Ergebnisse der SoftBank Group nach Börsenschluss am Donnerstag erwartet, insbesondere hinsichtlich der Frage, wie das Unternehmen seine gewaltigen Investitionen in KI finanzieren will.

Im Nikkei gab es 148 Gewinner gegenüber 74 Verlierern. Die größten Gewinner im Index waren der Kosmetikhersteller Shiseido mit einem Plus von 14%, gefolgt von Mitsui Kinzoku, einem wichtigen Zulieferer im KI-Sektor, der um 11% zulegte.

Die größten Verlierer waren Sharp, das um 11% einbrach, gefolgt vom Beratungsdienstleister Baycurrent, der 8,6% verlor.