Die Interventionen seit Anfang Mai seien zeitlich so gewählt worden, dass sie mit der Feiertagsperiode zusammenfielen, in der die Marktliquidität gering war, so die Quelle, die aufgrund der Vertraulichkeit der Informationen anonym bleiben wollte.
Die Quelle machte keine Angaben zum genauen Zeitpunkt, zur Häufigkeit oder zum Umfang der Interventionen.
Berechnungen auf Basis der Geldmarktdaten der Bank of Japan (BoJ) deuten darauf hin, dass Japan im Zeitraum zwischen dem 1. und 6. Mai bis zu 5 Billionen Yen (32 Milliarden Dollar) aufgewendet haben könnte.
Japan war bereits am 30. April am Markt aktiv geworden, um den Yen zu stützen, nachdem dieser gegenüber dem Dollar auf ein fast Zwei-Dekaden-Tief gefallen war, wie Insider zuvor Reuters bestätigten. Ziel war es, einen Abwärtstrend zu stoppen, der durch den kriegsbedingten Anstieg der Energiepreise im Iran verschärft wurde.
Daten der BoJ lassen darauf schließen, dass die Kosten dieser Operation bei rund 35 Milliarden Dollar gelegen haben könnten.
Händler vermuteten, dass drei weitere Ausschlage im Währungspaar bis zum Mittwoch dieser Woche auf weitere Interventionen hindeuteten. Da Japan wegen eines dreitägigen Feiertags geschlossen war, legen die jüngsten BoJ-Zahlen nahe, dass die Operationen über mehrere Handelstage hinweg stattgefunden haben könnten.
Nach den Kriterien des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird ein Wechselkurssystem bei bis zu drei Interventionen innerhalb von sechs Monaten weiterhin als 'frei schwebend' eingestuft, wobei Operationen innerhalb von drei Geschäftstagen als ein einziger Vorfall gezählt werden.
Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura sagte am Donnerstag, dass diese Klassifizierung an sich keine Einschränkungen für die Häufigkeit von Interventionen Tokios an den Devisenmärkten darstelle. (Berichterstattung durch Tamiyuki Kihara; Redaktion durch Makiko Yamazaki; Bearbeitung durch Shri Navaratnam)


















