In seinem am Dienstag veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick revidierte der IWF die Prognose gegenüber seinem Ausblick vom Januar 2026 um 0,8 Prozentpunkte. Zudem senkte er die Wachstumsschätzung für die Türkei für 2027 von zuvor 4,1 % auf 3,5 %.
Der Fonds erkärte: "Das Wachstum im Jahr 2025 war schwächer als erwartet, und höhere Öl- und Gaspreise lasten auf der wirtschaftlichen Aktivität".
Im Januar hatte der IWF noch ein Wachstum von 4,1 % für 2025 vorausgesagt, doch im März veröffentlichte offizielle Daten bezifferten dieses auf lediglich 3,6 %.
Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die Energiepreise in die Höhe getrieben, wobei der Ölpreis trotz eines zweiwöchigen Waffenstillstands weiterhin über 100 Dollar pro Barrel notiert. Dies macht importabhängige Volkswirtschaften wie die der Türkei besonders anfällig.
Der IWF erwartet für die Türkei im Jahr 2026 eine durchschnittliche Inflation von 28,6 %, bevor diese 2027 auf 21,4 % zurückgehen soll.
Das Leistungsbilanzdefizit des Landes wird für 2026 auf 2,8 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) prognostiziert und soll sich 2027 leicht auf 2,5 % des BIP verringern.
In seinem Bericht vom Oktober hatte der IWF die Inflation in der Türkei für 2026 noch bei 24,7 % gesehen und ein Leistungsbilanzdefizit von 1,3 % des BIP erwartet.



















