Monte dei Paschi di Siena hat am Dienstag Quartalsergebnisse vorgelegt, die über den Erwartungen lagen, und damit die anhaltend starke Dynamik im italienischen Bankensektor bestätigt.

Zum Abschluss der Berichtssaison der führenden italienischen Institute gab Monte dei Paschi (MPS) bekannt, dass der Umsatz im ersten Quartal trotz interner Turbulenzen seit der Übernahme des Rivalen Mediobanca im vergangenen Jahr um 3% gestiegen ist.

Analysten von Barclays erklärten, dass die Ergebnisse primär von MPS getragen wurden, während Mediobanca im Wealth Management weiterhin Schwäche zeigte.

Das Private Banking von Mediobanca konnte sich jedoch im April stabilisieren, nachdem der Verlust einiger hochrangiger Banker, die von Wettbewerbern abgeworben worden waren, verkraftet wurde. Es wird erwartet, dass die abgeworbenen Mitarbeiter ihre Kunden mitnehmen werden.

Mediobanca teilte am Montag mit, dass die Vermögensverwaltung im Quartal Nettoabflüsse in Höhe von 1,1 Milliarden Euro (1,3 Milliarden Dollar) verzeichnete.

'Wir beobachten eine rasche Normalisierung des Geschäfts, wobei das Kundenvertrauen zurückkehrt, sich der Personalstamm stabilisiert und die kommerzielle Aktivität wieder anzieht', sagte MPS-Chef Luigi Lovaglio vor Analysten.

'Das Recruiting wurde wieder aufgenommen ... erste Neuzugänge werden voraussichtlich zu Beginn des nächsten Quartals eintreffen.'

Nachdem Lovaglio im Februar die Strategie für die fusionierte Gruppe vorgestellt hatte, wurde er vom Verwaltungsrat abgesetzt, konnte seinen Posten jedoch dank eines Aktionärsvotums Mitte April zurückgewinnen.

MPS, das bereits mit dem Vertrieb von Mediobanca-Produkten begonnen und die Kosten durch die Neuverhandlung einiger Lieferverträge gesenkt hat, meldete für das erste Quartal einen Nettogewinn von 521 Millionen Euro. Dies lag über dem vom Unternehmen bereitgestellten Analystenkonsens von 511 Millionen Euro.

Der Umsatz belief sich auf insgesamt 1,96 Milliarden Euro gegenüber einer Prognose von 1,92 Milliarden Euro, wobei der Beitrag von Mediobanca bei etwa 925 Millionen Euro lag. Ohne Berücksichtigung von Mediobanca stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 3%, getragen durch Zuwächse bei den Netto-Provisionserträgen und im Kreditgeschäft.

MPS gab an, dass das Kreditgeschäft durch Wohnimmobilienhypotheken und Konsumentenkredite angekurbelt wurde.

Wettbewerber wie UniCredit und Intesa Sanpaolo berichteten hingegen über höhere Unternehmenskredite. Für den Sektor insgesamt wuchsen die Unternehmenskredite im März so schnell wie seit 41 Monaten nicht mehr, wie Daten der Bank von Italien am Dienstag zeigten.

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