Laut einer Erklärung der Behörde könnten die Unternehmen den Verbrauchern - unter anderem in Ethikkodizes und 'Über uns'-Bereichen ihrer Websites - ein auf ethischen Standards und sozialer Verantwortung basierendes Image vermittelt haben, das nicht der Realität entsprach. Dies betreffe insbesondere die Arbeitsbedingungen der Fahrer, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie den Einsatz von Algorithmen.
Die italienischen Niederlassungen von Glovo und Deliveroo erklärten, sie arbeiteten vollumfänglich mit der Kartellbehörde zusammen und würden alle erforderlichen Informationen zur Unterstützung der Untersuchung bereitstellen.
'Das Unternehmen agiert im Einklang mit hohen internen Standards und unter voller Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften', teilte die Glovo-Einheit mit.
'Wir werden weiterhin transparent mit allen relevanten Behörden zusammenarbeiten, um zu belegen, dass wir verantwortungsbewusst und gesetzeskonform handeln', so der lokale Ableger von Deliveroo.
Beamte der Behörde führten am Dienstag mit Unterstützung der italienischen Finanzpolizei Durchsuchungen in den Büros von Foodinho und Glovo Infrastructure Services in Italien sowie bei Deliveroo Italy durch.
Die Ermittlungen erfolgen vor dem Hintergrund einer verschärften Aufsicht in Rom über den Sektor der Essenslieferdienste. Dieser ist in den letzten Jahren rasant gewachsen, sah sich jedoch wiederholt regulatorischen und rechtlichen Herausforderungen in Bezug auf Arbeitnehmerrechte, den Einsatz von Algorithmen und die Einstufung der Kuriere ausgesetzt.



















