Importe aus Italien, der drittgrößten Volkswirtschaft der Europäischen Union, unterliegen einem von den USA erhobenen Zollsatz von 15 % auf die meisten EU-Waren. Zusätzliche Abgaben drohen insbesondere für Pasta-Hersteller im Rahmen einer Anti-Dumping-Untersuchung des US-Handelsministeriums.
Dennoch beliefen sich die italienischen Exporte in die USA im Jahr 2025 laut Angaben des nationalen Statistikamts ISTAT auf 69,6 Milliarden Euro (82,41 Milliarden US-Dollar), was einem Anstieg von 7,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Italiens Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten lag bei 34,2 Milliarden Euro und war damit der größte Überschuss, den das Land im vergangenen Jahr mit einem einzelnen Staat erzielte, auch wenn er aufgrund eines Anstiegs der US-Importe um 36 % gegenüber dem Vorjahr um 12 % zurückging.
Italien verzeichnete 2025 zudem besonders hohe Handelsüberschüsse mit der Schweiz und dem Vereinigten Königreich, die jeweils mehr als 19 Milliarden Euro betrugen.
Der 15 %ige US-Einfuhrzoll, der im Rahmen einer Vereinbarung mit der EU am 27. Juli angekündigt wurde, war das Ergebnis langwieriger Verhandlungen, bei denen Präsident Trump mit noch höheren Zöllen gedroht hatte. Diese Drohungen hatten zu Schwankungen an den Finanzmärkten und Besorgnis unter Exporteuren geführt.
Der Vorsitzende des italienischen Unternehmerverbands, Emanuele Orsini, warnte im Juli, dass bereits ein Zollsatz von 10 % auf EU-Produkte die italienischen Exporte in die USA im Jahr 2026 um 20 Milliarden Euro verringern und 118.000 Arbeitsplätze kosten könnte.
Allein im Dezember beliefen sich die italienischen Exporte in die USA laut ISTAT auf 5,6 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 0,4 % gegenüber dem gleichen Monat 2024 entspricht.
Die Exporte Italiens in die USA sind seit Inkrafttreten der Zölle im August im Durchschnitt weiter gewachsen, obwohl es monatlich zu Schwankungen gekommen ist.
Insgesamt verzeichnete Italien im Dezember einen Handelsüberschuss mit dem Rest der Welt von 6,0 Milliarden Euro (7,15 Milliarden US-Dollar), verglichen mit einem Überschuss von 5,1 Milliarden Euro im gleichen Monat 2024, wie ISTAT mitteilte.
Im gesamten Jahr 2025 betrug der globale Handelsüberschuss 50,7 Milliarden Euro, verglichen mit 48,3 Milliarden Euro im Vorjahr.
(1 US-Dollar = 0,8445 Euro)
























