Der Deal hat in den vergangenen Monaten Bedenken bei italienischen Banken ausgelöst, da er den Wettbewerb für kleinere Kreditinstitute verschärfen könnte, die bereits Schwierigkeiten haben, mit den rasanten Veränderungen im Zahlungsverkehr Schritt zu halten.
Die Bewertung von 500 Millionen Euro umfasst variable Komponenten und künftige Zahlungen, so die Staatsmünze, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Quellen hatten zuvor gegenüber Reuters berichtet, dass Kreditinstitute dem Finanzministerium Bedenken geäußert hatten, Poste könnte PagoPA nutzen, um ihre Position im digitalen Zahlungsverkehr zu stärken, wo das Unternehmen bereits eine bedeutende Rolle einnimmt und direkt mit Banken konkurriert.
Um den von den Banken sowie von der italienischen Kartellbehörde geäußerten Bedenken zu begegnen, übernimmt die Staatsmünze 51 % von PagoPA, während die in Mailand notierte Poste die verbleibenden 49 % hält.
Banken sehen sich zudem wachsender Konkurrenz im Zahlungsverkehr durch globale Technologiekonzerne wie Apple, Alphabet (Eigentümer von Google) und PayPal gegenüber.
Poste hat sich zu einem Finanzkonglomerat entwickelt und sein Kerngeschäft mit Postdienstleistungen um Zahlungen, Mobilfunkdienste, Energieversorgung, Versicherungen und Investmentprodukte erweitert.
PagoPA, das in diesem Jahr Zahlungen im Wert von 97 Milliarden Euro an Italiens öffentliche Verwaltung abgewickelt hat, soll eine zentrale Rolle in Roms Plan zur Entwicklung einer digitalen Brieftasche über die IO-Mobile-App spielen.
Mit der App können Italiener offizielle Dokumente, darunter digitale Identitätsnachweise, speichern und Zahlungen an öffentliche Stellen leisten.
(1 US-Dollar = 0,8534 Euro) (Bericht von Elvira Pollina; Redaktion: Valentina Za)



















