Die Behörde, die auch für den Verbraucherschutz zuständig ist, erklärte, das Unternehmen handle "in einer Weise, die gegen Verbraucherschutzgesetze und insbesondere gegen die im besonders suchtgefährdeten Sektor der Videospiele erforderliche berufliche Sorgfalt verstößt."
Die italienische Pressestelle von Microsoft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
Im Fokus der Untersuchungen stehen Anreize zum Kauf von zusätzlichen Inhalten für die Free-to-Play-Franchises, sowohl während als auch außerhalb der Spielsitzungen, die über In-App-Nachrichten und Push-Benachrichtigungen beworben werden, teilte die Behörde in einer Mitteilung mit.
Die Verwendung virtueller Währungen könne dazu führen, dass Spieler, "einschließlich Minderjähriger, erhebliche Summen ausgeben – sogar mehr, als für den Spielfortschritt notwendig wäre – ohne sich dessen voll bewusst zu sein."
Spiele nutzen virtuelle Währungen, mit denen Spieler Gegenstände oder zugehörige Inhalte kaufen können. Diese lassen sich entweder mit echtem Geld erwerben oder manchmal auch im Spiel "verdienen".
"Call of Duty" und "Diablo" gehören zu den populärsten Videospiel-Franchises.
Die Behörde kritisierte zudem die voreingestellten Jugendschutzeinstellungen der Spiele sowie Informationen zu den vertraglichen Rechten der Spieler, "die offenbar dazu führen, dass diese ihre Rechte unwissentlich aufgeben."
Hervorgehoben wurde auch das Fehlen von Möglichkeiten, gegen eine mögliche Sperrung von Spielkonten Einspruch zu erheben, was zum Verlust von für digitale Inhalte investiertem Geld führen könne – und dieser Verlust sei mitunter erheblich.



















