Italgas, gegründet 1837 und mit Hauptsitz in Mailand, Italien, ist ein Anbieter von Erdgasverteilung, Wassermanagement, Energieeffizienz und digitalen Lösungen, der Innovationen für Versorgungsunternehmen und die Energiewende in Italien und international unterstützt. Das Unternehmen ist in vier Segmenten tätig: Gasverteilung, Wasserdienstleistungen, Energieeffizienz und Corporate.

Die Energiezukunft Europas gestalten

Am 30. Oktober 2025 kündigte Italgas seinen Strategieplan 2025-2031 an, der Gesamtinvestitionen von 16 Mrd. € vorsieht und sich auf die Entwicklung und Digitalisierung von Gasnetzen in Italien und Griechenland konzentriert. Zudem plant das Unternehmen den Ausbau seiner Kapazitäten für erneuerbare Gase, unterstützt durch gezielte Investitionen von 13,2 Mrd. € in die Gasinfrastruktur, 1,5 Mrd. € für ATEM-Ausschreibungen und 0,8 Mrd. € für Wasser und Energieeffizienz. Italgas strebt bis 2031 ein EBITDA von 3,0 Mrd. €, eine regulierte Vermögensbasis von 20,0 Mrd. € und ein EPS-Wachstum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 10 % an.

Starker Free Cashflow

Italgas erzielte über das Geschäftsjahr 21-24 eine solide Entwicklung mit einer Umsatz-CAGR von 5,4 % und erreichte im Geschäftsjahr 24 einen Umsatz von 2,5 Mrd. €, getrieben durch strategische Infrastrukturinvestitionen und Akquisitionen, eine anhaltende Nachfrage nach Gasverteilung sowie Initiativen zur digitalen Transformation. Das EBITDA verzeichnete eine CAGR von 8,5 % und erreichte 1,3 Mrd. €. Infolgedessen verbesserten sich die Margen von 46,4 % auf 50,7 %.

Im Zeitraum 21-24 stieg der Free Cashflow von 12,4 Mio. € auf 401 Mio. €, gestützt durch ein robustes Wachstum des operativen Cashflows von 840 Mio. € auf 1,1 Mrd. €.

Das Unternehmen verzeichnete starke Ergebnisse im dritten Quartal 25, gestützt durch ein kräftiges Umsatzwachstum, das auf einen Anstieg der regulierten Umsätze in der Gasverteilung und den positiven Effekt der 2i Rete Gas-Übernahme zurückzuführen ist. Zudem weitete sich die EBITDA-Marge um 506 Basispunkte aus.

Zum Vergleich: A2A S.p.A., ein lokaler Wettbewerber, meldete im Zeitraum 21-24 eine Umsatz-CAGR von 3,5 % und erreichte im Geschäftsjahr 24 einen Umsatz von 12,6 Mrd. €. Das EBITDA wuchs mit einer CAGR von 18,2 % auf 2,1 Mrd. €, mit einer Margensteigerung von 11,0 % auf 16,6 %.

Starke Renditen und Dividendenrendite

Im vergangenen Jahr erzielte die Aktie des Unternehmens eine Rendite von 67,6 %. Im Vergleich dazu erreichte A2A eine geringere Rendite von 8,8 %. Das Unternehmen zahlte im Geschäftsjahr 24 eine Jahresdividende von 0,4 €, was einer Dividendenrendite von 7,5 % entspricht.

Italgas wird aktuell mit einem KGV von 13,8 gehandelt, basierend auf dem für das Geschäftsjahr 25 geschätzten EPS von 0,7 €, was über dem 3-Jahres-Durchschnitt von 9,7 und der Bewertung von A2A (10,6) liegt. Das Unternehmen wird derzeit mit einem EV/EBITDA-Multiplikator von 11,0 gehandelt, basierend auf dem für das Geschäftsjahr 25 geschätzten EBITDA von 1,9 Mrd. €, was über dem historischen 3-Jahres-Durchschnitt von 8,9 und A2A (5,9) liegt.

Italgas wird von 15 Analysten beobachtet, von denen acht eine Kaufempfehlung und sieben eine Halteempfehlung aussprechen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 9,7 €, was ein geringes Aufwärtspotenzial von 1,5 % gegenüber dem aktuellen Marktpreis impliziert.

Die Analysteneinschätzungen werden durch eine geschätzte Umsatz-CAGR von 18,8 % gestützt, die im Zeitraum 24-27 einen Umsatz von 3,0 Mrd. € erwarten lässt. Das EBITDA soll mit einer CAGR von 19,2 % auf 2,3 Mrd. € steigen, bei einer Margenausweitung um 79 Basispunkte auf 76,7 % im Geschäftsjahr 27. Analysten erwarten eine Nettogewinn-CAGR von 19,7 % auf 821,9 Mio. €. Für A2A prognostizieren Analysten hingegen eine EBITDA-CAGR von 0,2 % und eine Nettogewinn-CAGR von -10,1 % im Zeitraum 24-27.

Insgesamt zeigte Italgas durch strategische Investitionen und eine erfolgreiche Portfolioerweiterung kontinuierliche operative Exzellenz, während der ambitionierte langfristige Plan das Unternehmen für eine Führungsrolle und weitere Wertschöpfung positioniert. Allerdings könnten regulatorische Änderungen, sich wandelnde Energiemarktbedingungen, Zinsschwankungen, Inflation und sich entwickelnde Umweltvorschriften Risiken darstellen.