Die Koordinierung der Frachten erfolge in Abstimmung mit den Raffinerien, so das Ministerium, das jedoch keine Details zur Menge des Kerosins oder zum Zeitplan nannte.
Das Ministerium fügte hinzu, dass man zudem Möglichkeiten prüfen werde, Deutschland auch im Bereich Erdgas zu unterstützen.
Laut Ministerium wurde der Schritt von Energieminister Eli Cohen und Aussenminister Gideon Saar vereinbart, welcher die Massnahme seinem deutschen Amtskollegen während eines Besuchs in Berlin ankündigte.
In Europa wachsen die Sorgen vor einem Versorgungsengpass bei Flugkraftstoff, da der Krieg im Iran die Lieferungen aus dem Nahen Osten unterbricht, insbesondere angesichts der bevorstehenden Hauptreisezeit im Sommer.
Die Treibstoffpreise sind sprunghaft angestiegen, seit die US-israelischen Angriffe auf den Iran den Verkehr durch die strategisch wichtige Strasse von Hormus zum Erliegen brachten, was zur schwersten Krise der Luftfahrtindustrie seit der COVID-19-Pandemie führte.
Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte, dass Israel seine Bereitschaft signalisiert habe, Unterstützung durch Lieferungen von Flugbenzin und Erdgas zu leisten. Details und Mengen lägen jedoch noch nicht vor, da die Unternehmen die Verträge eigenständig aushandeln.
In einer separaten Erklärung betonte ein Ministeriumssprecher, dass Deutschland derzeit keinen physischen Energiemangel erleide, man jedoch in engem Kontakt mit der Luftfahrtbranche stehe, um potenzielle Auswirkungen zu überwachen und bei Bedarf schnell gezielte Gegenmassnahmen zu ergreifen. (Berichterstattung durch Holger Hansen in Berlin und Steven Scheer in Jerusalem, Redaktion durch Miranda Murray, Bearbeitung durch Thomas Seythal)


















