Laut dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi ist die Straße von Hormus ab sofort "vollständig für die Handelsschifffahrt geöffnet".

Der Minister präzisierte, dass der Seeverkehr die von der iranischen Organisation für Häfen und maritime Angelegenheiten koordinierten Routen nutzen werde. Diese Ankündigung erfolgt im Rahmen der Waffenstillstandsvereinbarungen im Libanon.

Der CAC 40, der zuvor ein moderates Plus von rund 0,40% verzeichnete, springt nun um 2% nach oben. Dieser Trend setzt sich in ganz Europa fort: Der DAX 40 legt um 2,30% zu, während der Euro Stoxx 50 um 2,10% steigt.

In den USA zeigen die "Futures" eine ähnliche Tendenz: Die drei Hauptindizes werden zur Eröffnung mit Gewinnen zwischen 0,90% und 1,30% erwartet, verglichen mit einem Durchschnitt von etwa +0,40% unmittelbar vor der Meldung.

Parallel dazu fällt der VIX, auch bekannt als Angstindex, auf 17,46 Punkte (-2,70%) und erreicht damit seinen niedrigsten Stand seit dem 25. Februar, drei Tage vor Beginn der Feindseligkeiten.

Eine weitere Folge für die Märkte ist der drastische Rückgang der Rohölpreise. Die Sorte WTI verliert in New York über 10% auf 83,64 Dollar, während Brent aus der Nordsee um 7,30% auf 90,97 Dollar nachgibt. Die Aussicht auf eine schrittweise Freigabe der Straße von Hormus beruhigt die Anleger. Sie hoffen, dass die Notierungen des schwarzen Goldes auf ihr Vorkriegsniveau zurückkehren, um starken Inflationsdruck zu vermeiden, der die Zentralbanken weltweit zu einer Straffung ihrer Geldpolitik zwingen könnte.

Auf Ebene der Einzelwerte verzeichnen die Aktien der großen Ölproduzenten deutliche Verluste: TotalEnergies gibt um 4,54% nach, Maurel&Prom bricht um 8,22% ein. In Europa rutscht Eni um 6,13% ab, Equinor fällt um 7,35%...

Im Gegensatz dazu verbuchen Fluggesellschaften - deren Betriebskosten zu etwa 30% vom Kerosinpreis abhängen - kräftige Kursgewinne: Air France-KLM legt um 8% zu, gefolgt von Wizz Air (+7,7%), easyJet (+7%), Lufthansa (+4,7%) und Ryanair (+4,1%).