Der indische Automobilverband äußerte am Dienstag Besorgnis über mögliche negative Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Fahrzeugproduktion, die Rohstoff- und Kraftstoffpreise sowie die Frachtraten.

Hier sind die wichtigsten Details:

* Der Konflikt in Westasien dürfte die Automobilindustrie kurzfristig vor Herausforderungen stellen, erklärte Shailesh Chandra, Präsident der Society of Indian Automobile Manufacturers (SIAM). * Die aus dem Nahost-Konflikt resultierenden Unsicherheiten, insbesondere bei den Rohöl- und Rohstoffpreisen, höhere Wechselkurse sowie Störungen der Schifffahrtsrouten, bleiben laut dem Branchenverband ein Risikofaktor für den Sektor. * Kurzfristig könnte der Konflikt das Exportvolumen belasten. Die sich entwickelnde Lage unterstreiche die Notwendigkeit kalibrierter Lieferketten und einer Diversifizierung der Energieressourcen, so die Analysten von Antique Stock Broking. * Im Einstiegssegment sei das Kaufinteresse im bisherigen April zwar hoch, die Umwandlung von Anfragen in tatsächliche Verkäufe nehme jedoch mehr Zeit in Anspruch, so der SIAM-Präsident. * Die Auslieferungen der Hersteller an die Händler im weltweit drittgrößten Automobilmarkt stiegen im Geschäftsjahr 2026 um 7,9 % auf 4,6 Millionen Einheiten, wie Branchendaten zeigten. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Plus bei 2 % lag, verbesserte sich die Verbraucherstimmung dank Steuersenkungen deutlich. * Im September 2025 senkte Indien die Steuern für große SUVs auf 40 %, da eine Zusatzabgabe wegfiel, sowie für Kleinwagen und Zweiräder von 28 % auf 18 %, was die Nachfrage segmentübergreifend stützte. * Der gesamte inländische Absatz von Zweirädern stieg im Geschäftsjahr 2026 im Jahresvergleich um 10,7 %, verglichen mit einem Wachstum von 9,1 % im Vorjahr, so die Branchendaten.