Die Werbefirma Interpublic Group (IPG) hat am Montag die Umsatz- und Gewinnerwartungen für das dritte Quartal übertroffen, gestützt durch robuste Ausgaben von Kunden aus den Bereichen Medien und Gesundheitswesen.

Der zunehmende Einsatz von KI-Tools, die es Unternehmen ermöglichen, Werbeanzeigen günstiger und schneller zu erstellen, hat den Druck auf traditionelle Agenturen erhöht. Diese reagieren darauf, indem sie ähnliche interne Tools entwickeln, um ihre Kunden zu halten.

IPG hat in der Folge künstliche Intelligenz und Datenplattformen wie "Interact" in seine Arbeitsabläufe integriert. "Interact" ist ein KI-gestütztes System, das Daten, Kreation und Medien für personalisiertes Marketing vereint.

Das Unternehmen gab an, im dritten Quartal 800 Stellen abgebaut zu haben. Anfang 2025 begann IPG mit einer Restrukturierung zur Kostensenkung und rechnet mit Gesamtaufwendungen zwischen 450 und 475 Millionen US-Dollar, teilweise nicht zahlungswirksam. Der Abschluss wird bis Ende 2025 erwartet.

Im Dezember einigte sich der Werberiese Omnicom auf die Übernahme von IPG für 13,5 Milliarden US-Dollar. Der Abschluss der Transaktion wird laut Unternehmen bis zum vierten Quartal erwartet.

Durch den Zusammenschluss würde die weltweit größte Werbeagentur entstehen, während sich die etablierten Unternehmen darauf einstellen, mit den Tech-Giganten und dem rasanten Fortschritt der künstlichen Intelligenz zu konkurrieren.

Im dritten Quartal erzielte IPG einen Umsatz von 2,49 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Wall-Street-Schätzungen von 2,20 Milliarden US-Dollar.

Der Gewinn je Aktie belief sich im Quartal auf 34 US-Cent und lag damit deutlich über den 5 Cent je Aktie, die im Vorjahr gemeldet wurden.

(Bericht von Anhata Rooprai und Akash Sriram in Bengaluru; Redaktion: Tasim Zahid)