(Alliance News) - Inwit hat nun auch gegen die Kündigung des Master Service Agreement durch Telecom Italia rechtliche Schritte eingeleitet und beim Gericht die einstweilige Aussetzung der Rücktrittswirkungen beantragt, die für 2030 vorgesehen sind.
Wie MF-Milano Finanza am Mittwoch berichtete, 'soll die Towerco den Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz letzte Woche eingereicht haben, um die Aussetzung der Wirkungen des Rücktritts vom MSA zu erwirken, der von dem durch CEO Pietro Labriola geführten Betreiber ausgeübt wurde'.
Dies stellt die zweite Front in der Verteidigungsstrategie des von Diego Galli geführten Funkmastbetreibers dar, nach einer ähnlichen Initiative gegen die von Fastweb+Vodafone angekündigte Kündigung, die ab 2028 gelten soll.
In beiden Fällen erachtet Inwit die Kündigungen als unrechtmäßig und vertraglich nicht vorgesehen; die Verträge sehen stattdessen einen gemeinsam vereinbarten Ausstiegsplan mit einer Mindestlaufzeit von drei Jahren vor.
Verfahrenstechnisch hat das Unternehmen die Klage gegen TIM direkt erhoben, während es im Fall von Fastweb+Vodafone verklagt wurde und mit dem Antrag auf Aussetzung reagierte.
Grundlage für den Eilantrag ist die starke wirtschaftliche Abhängigkeit von Inwit von den beiden Betreibern, die zusammen über 85% des Umsatzes generieren, sowie die lange Dauer der Gerichtsverfahren: Ein erstinstanzliches Urteil könnte erst im Jahr 2029 ergehen.
In der Zwischenzeit könnte ein möglicher vorzeitiger Ausstieg aus den Funkmasten die Bilanz der Gruppe destabilisieren und den Aktienkurs an der Börse weiter belasten.
Von Chiara Bruschi, Alliance News Reporterin
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