(Alliance News) - Intesa Sanpaolo und Unipol haben ein öffentliches Kauf- und Umtauschangebot in Höhe von 30,6 Mrd. EUR für die Banca Monte dei Paschi di Siena vorgelegt. Damit erreicht die Konsolidierung im italienischen Bankensektor eine neue Stufe und übertrifft den Fusionsvorschlag der Banco BPM.

Die Transaktion, wie der Corriere della Sera am Dienstag berichtet, bezieht auch die BPER Banca und Assicurazioni Generali mit ein und zielt darauf ab, das Gleichgewicht im nationalen Finanzsektor neu zu definieren.

Das Angebot sieht 1,6 neue Aktien von Intesa Sanpaolo sowie eine Barkomponente von 1 EUR für jede MPS-Aktie vor. Laut der von Carlo Messina geführten Gruppe würde der Zusammenschluss die zweitgrößte Bankengruppe der Eurozone nach Marktkapitalisierung schaffen. Bis 2029 wird ein Gewinn von 16 Mrd. EUR, Ausschüttungen an die Aktionäre in Höhe von rund 61 Mrd. EUR und eine Kundenbasis von 20 Millionen angestrebt.

Nach Abschluss der Transaktion würde Intesa Sanpaolo 625 Filialen, die Kontrolle über Mediobanca sowie die Bereiche Wealth Management und Investment Banking sowie die Beteiligung von 13,2% an Generali behalten. Die Gruppe plant zudem, über Finanzinstrumente eine zusätzliche Position von 3% am 'Leone' aufzubauen.

Unipol hingegen würde die Rechtspersönlichkeit von MPS und 635 Filialen übernehmen, die an die BPER Banca übertragen werden sollen. In diesem Szenario würde BPER die Marke 'Banca Monte dei Paschi' ohne den Zusatz 'di Siena' übernehmen und damit zum zweitgrößten italienischen Anbieter nach Anzahl der Filialen aufsteigen.

Der Verwaltungsrat von MPS wird sowohl den unaufgeforderten Vorschlag der Banco BPM als auch das freiwillige Übernahmeangebot von Intesa Sanpaolo prüfen und sich dabei von Bank of America, UBS und BonelliErede beraten lassen.

Die Nachricht stützte die betroffenen Titel an der Piazza Affari: MPS schloss mit einem Plus von 12,9%, Mediobanca legte um 11,9% zu, BPER Banca um 5,1%, Unipol um 4,5% und Generali um 2,8%. Rückläufig notierten hingegen Intesa Sanpaolo mit einem Minus von 1,3% und UniCredit, die um 2% nachgaben.

Von Antonio Di Giorgio, Alliance News Reporter

Kommentare und Fragen an redazione@alliancenews.com

Copyright 2026 Alliance News IS Italian Service Ltd. Alle Rechte vorbehalten.