Gewinner

Intertek (+12%): Der Prüf- und Zertifizierungsdienstleister legt kräftig zu, nachdem ein Umsatz von 838,5 Millionen GBP gemeldet wurde, verglichen mit 808,9 Millionen GBP im Vorjahr. Parallel dazu kündigte der Konzern eine mögliche Abspaltung seiner Sparte Energie & Infrastruktur von den Kernbereichen Prüfung und Qualitätssicherung an.

Sika (+7%): Der Schweizer Konzern versteht es, Marktstörungen in Chancen umzumünzen. Das Unternehmen bestätigte seine Prognosen für 2026, obwohl der Umsatz im ersten Quartal währungsbedingt um 7% gegenüber dem Vorjahr zurückging.

Eurofins Scientific (+5%): Veräußert sein Geschäft für Elektro- und Elektronikprüfungen für 575 Millionen EUR an UL Solutions. Der Verkauf von MET Labs ermöglicht es dem Bioanalytik-Dienstleister, sein Kapital auf die Kernaktivitäten im Bereich Labortests zu konzentrieren.

Givaudan (+4%): Der Schweizer Aroma- und Duftstoffhersteller meldete ein Umsatzplus von 2,8% und übertraf damit die Erwartungen der Anleger. Während das Geschäft mit Lebensmittelzutaten rückläufig war, wurde die Performance durch eine starke Nachfrage im Parfümeriesektor getragen.

Stellantis (+3%): Der Automobilkonzern bereitet seinen Ausstieg bei Symbio vor, dem gemeinsam mit Michelin und Forvia betriebenen Joint Venture für Brennstoffzellen. Dieser Rückzug, der mit 235 Millionen EUR bewertet wird, ist in der mangelnden wirtschaftlichen Rentabilität dieser Technologie auf mittlere Sicht begründet.

Novo Nordisk (+2%): Der Pharmakonzern rückt vor, nachdem eine Partnerschaft mit OpenAI bekannt gegeben wurde. Ziel ist es, die Entwicklung und den Vertrieb von Medikamenten mithilfe von künstlicher Intelligenz zu forcieren.

Verlierer

Scatec (-6%): Der Solarspezialist verliert die Unterstützung von Equinor. Das Unternehmen veräußert 12,9 Millionen Scatec-Aktien für 1,6 Milliarden NOK, was der Hälfte seiner gesamten Beteiligung entspricht. Der Markt wertet dies als Signal für ein schwindendes Engagement.

Kitron (-6%): Der Elektronikfertigungs-Dienstleister leidet unter einer Neueinstufung durch DNB Carnegie. Das Analysehaus senkte seine Empfehlung von "Buy" auf "Hold", wobei das Kursziel leicht von 102 NOK auf 103 NOK angepasst wurde.

Imperial Brands (-5%): Trotz der instabilen Lage im Nahen Osten bekräftigt der Konzern seine Wachstumsprognosen. Das Unternehmen rechnet jedoch mit einer leichten globalen Erosion seiner Marktanteile.

LVMH (-2%): Die gestrige Veröffentlichung der Ergebnisse löste gemischte Reaktionen bei den Investoren aus. Die Umsatzzahlen leiden unter dem Konflikt in der Golfregion, doch laut RBC Capital Markets fielen die Ergebnisse dennoch "weniger schlecht als befürchtet" aus.