Die Energieunternehmen Uniper und Sefe, die während der Energiekrise Europas von Berlin gerettet wurden, gelten laut der deutschen Wirtschaftsministerin als attraktive Anlagen für potenzielle Investoren.
Diese Aussage machte sie auf einer Investorenkonferenz zu deutscher Energie und Infrastruktur in Frankfurt, bei der rund 50 institutionelle Investoren mit einem weltweit investierten Kapital von mehr als 10 Billionen Euro (11,6 Billionen US-Dollar) zusammenkamen.
Die von der staatlich unterstützten Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geleitete Konferenz fand zum zweiten Mal statt und hatte das Ziel, das Investoreninteresse an der größten Volkswirtschaft Europas zu steigern. Die deutsche Wirtschaft ist in den vergangenen zwei Jahren geschrumpft, und für 2025 wird nur mit einem moderaten Wachstum gerechnet.
Berlin gab rund 20 Milliarden Euro aus, um sowohl Sefe als auch Uniper im Jahr 2022 zu stabilisieren, nachdem die Gaslieferungen aus Russland eingeschränkt und später eingestellt worden waren. Im Rahmen einer Vereinbarung mit der EU muss Berlin seine Anteile an beiden Unternehmen bis 2028 auf maximal 25 % plus eine Aktie reduzieren.
„Ich stelle mit Interesse fest, dass beide Unternehmen als interessant und attraktiv angesehen werden“, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche auf dem Gipfel, an dem auch Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sowie Führungskräfte von KKR, Norges Bank Investment Management, Apollo und der Investmenttochter MEAG von Munich Re teilnahmen.
„Ich kann nicht sagen, ob oder mit welchen Investoren wir darüber sprechen“, fügte sie hinzu und betonte, dass Deutschland zu einem Magneten für große Energieinvestoren geworden sei.
Unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat Deutschland eine massive Investitionsoffensive gestartet, um die Wirtschaft wiederzubeleben. Besonders hervorzuheben ist die Bereitstellung von bis zu 1 Billion Euro an Mitteln und potenziellen Krediten für Verteidigung und Infrastruktur.
Dies, so Reiche, werde den Berliner Prognosen für ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 % im Jahr 2026 und 1,4 % im Jahr 2027 Rückenwind verleihen.
„Das liegt sicherlich noch unter unseren Möglichkeiten … aber es wäre ein Anfang.“
(1 US-Dollar = 0,8593 Euro)


















