Institutionelle Investoren zeigten sich im ersten Quartal 2026 als kaufreudige Akteure bei Aktien von Unternehmen, deren Erfolg massgeblich vom Ausbau und der Adaption künstlicher Intelligenz abhängt. Dies geht aus einer Reuters-Analyse von Meldungen bei der US-Börsenaufsicht SEC hervor, die fast 6.000 Hedgefonds, Pensionskassen, Universitätsstiftungen und andere Vermögensverwalter umfasst.

Diese vierteljährlichen 13-F-Berichte bieten Einblick in die Reaktionen grosser Investoren auf neue Chancen sowie Risiko- und Unsicherheitsfaktoren während des Dreimonatszeitraums. Die Daten zeigen, dass mehr als 4.000 dieser Akteure ihre bestehenden Bestände aufstockten oder neue Positionen in einer Gruppe von neun Unternehmen aufbauten, die als Schlüsselspieler im Bereich der KI-Infrastruktur gelten, darunter Oracle, Arista Networks und Vertiv. Lediglich 146 dieser Einheiten veräusserten Bestände in diesem Sektor, was nur 2,5% der Investoren entspricht, die ihre Positionen bislang gemeldet haben. Grosse institutionelle Anleger sind verpflichtet, Änderungen an ihrem Portfolio und dessen Zusammensetzung innerhalb von 45 Tagen nach Ende eines Kalenderquartals an die SEC zu melden. Die von Reuters aus der SEC-Datenbank erhobenen Daten spiegeln jene Firmen wider, die ihre Meldungen bis Freitagmorgen eingereicht hatten. Veränderungen, die seit dem 1. April an den Portfolios vorgenommen wurden, sind in diesen Daten nicht enthalten. Diese institutionellen Anleger traten zudem als kaufkräftige Abnehmer von Rechenzentrumsbetreibern auf, einer Kategorie, die Firmen wie Digital Realty umfasst, sowie von Versorgungsunternehmen. Bisherige 13-F-Meldungen offenbaren, dass es im ersten Quartal keine Verkäufer von Versorgeraktien gab, während fast 3.500 Melder Nettokäufe verzeichneten. Die Daten deuten darauf hin, dass institutionelle Anleger bei den 'Magnificent Seven' - jener Gruppe von KI-Giganten, zu der auch Meta und Microsoft gehören - selektiver vorgehen. Dies geschah vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheit im ersten Quartal darüber, ob das Tempo der KI-Ausgaben und das Wachstum beibehalten werden könnten. Laut den 13-F-Daten überstiegen die Verkäufer die Käufer in diesem Zeitraum mit knapper Differenz. Unter den 143 Investoren, die eine Position bei Palantir, einem weiteren prominenten Technologieakteur, aufbauten, befand sich Mubadala Capital, der Staatsfonds der VAE. Laut Meldung wurde im ersten Quartal eine kleine Position im Wert von 9,9 Millionen Dollar erworben. Mubadala ging zudem eine Position bei Shopify ein, einem jener Software-as-a-Service-Werte, die im ersten Quartal durch die Sorge belastet wurden, dass KI ihre Geschäftsmodelle disruptieren und die Rentabilität untergraben könnte. Für eine Gruppe von 20 in den USA börsennotierten Aktien dieser Kategorie stellte Reuters jedoch fest, dass Institutionen inmitten des Kursverfalls insgesamt eher zum Verkauf als zum Kauf neigten, wobei 397 Akteure eine oder mehrere Positionen liquidierten. Marktsegmente, in denen die Käufe die Verkäufe übertrafen, umfassten den Halbleitersektor. Hier bauten mehr als 4.100 Investoren ihre Positionen aus oder stiegen neu ein, selbst als die Aktienkurse bereits eine kräftige Rallye starteten. (Berichterstattung durch Suzanne McGee in Providence, Rhode Island; Zusätzliche Berichterstattung durch Akash Sriram in Bengaluru; Redaktion durch Daniel Wallis)