Die Aktien indischer Vermögensverwalter sind am Mittwoch um bis zu 8 % gefallen, nachdem Analysten vor einem möglichen Gewinneinbruch gewarnt hatten. Hintergrund ist ein Vorschlag der Marktaufsichtsbehörde, die Obergrenze für Maklergebühren zu senken und weitere Änderungen einzuführen, um mehr Transparenz bei den Kosten zu schaffen.
Motilal Oswal Financial Services führte mit einem Rückgang von 8 % die Verluste im Sektor an. Nippon Asset Management büßte 6 % ein.
Aditya Birla Sun Life AMC und HDFC Asset Management Company verloren jeweils 5 % bzw. 4 %.
Analysten von Jefferies erklärten, dass diese Maßnahme den Gewinn vor Steuern für HDFC AMC und Nippon AMC im Jahr 2027 um etwa 30 bis 33 % senken könnte.
Das Securities and Exchange Board of India (SEBI) hat vorgeschlagen, die Obergrenze für Maklergebühren bei Kassamarktgeschäften von 12 auf 2 Basispunkte und bei Derivaten von 5 auf 1 Basispunkt drastisch zu senken.
In der Regel werden die Ausgaben des Maklers, einschließlich Gebühren und Transaktionskosten, vom Nettoinventarwert (NAV) des Fonds abgezogen und als Kostenquote bezeichnet. Eine Reduzierung der Gebühren bedeutet, dass weniger Geld unter dem Dach der Kostenquote abgezogen wird, was wiederum mehr Vermögen für den Anleger freisetzt.
Eine deutliche Senkung der Gebühren dürfte die Einnahmen der Maklerunternehmen erheblich beeinträchtigen, schrieb ICICI Direct in einer Mitteilung.
Jefferies ergänzte, dass diese Regeln auch institutionelle Makler wie 360 One Wam und Nuvama treffen könnten, deren Aktien um etwa 4,3 % bzw. 2,9 % nachgaben.
Unter den Banken könnte laut Jefferies insbesondere Kotak Mahindra betroffen sein, da das Institut über einen hohen Anteil an maklergebundenen Einnahmen verfügt.


















