Die indischen Aktien starteten am Donnerstag schwächer und weiteten damit die Verluste der vorangegangenen Sitzung aus. Grund dafür waren die aufgrund eskalierender Spannungen im Nahen Osten sprunghaft angestiegenen Ólpreise sowie wiederauflebende Handelssorgen, nachdem die USA neue Untersuchungen gegen 16 wichtige Partner, darunter Indien, eingeleitet hatten.

Der Nifty 50 fiel um 1,13 % auf 23.596,2 Punkte, während der BSE Sensex bis 9:18 Uhr IST 1,23 % auf 75.921,04 Punkte verlor.

Alle 16 Hauptsektoren verzeichneten zur Eröffnung Verluste. Die breiter gefassten Small-Caps und Mid-Caps gaben um 1,5 % bzw. 1,3 % nach.

Der Rückgang erfolgte, als der Ólpreis die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritt. Zuvor hatten irakische Sicherheitsbeamte erklärt, dass iranische, mit Sprengstoff beladene Boote zwei Heizöltanker getroffen hätten. Dies geschah vor dem Hintergrund weitreichender Lieferunterbrechungen durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran, wobei ergänzt wurde, dass die Ólhäfen "den Betrieb vollständig eingestellt haben".

Höhere Ólpreise schaden ölimportierenden Ländern wie Indien, da sie den Inflationsdruck erhöhen und die Importrechnung vergrößern.

Die Stimmung verschlechterte sich zudem, nachdem die Vereinigten Staaten neue Untersuchungen wegen unfairen Handels gegen 16 Länder, einschließlich Indien, eingeleitet hatten. Dieser Schritt zielt darauf ab, den Zoll-Druck von US-Präsident Donald Trump wiederherzustellen.